Artillery - Made In Hell

Review

Es gibt Bands, die sind nicht klein zu bekommen. Die Dänen von ARTILLERY gehören mit Sicherheit dazu. Immerhin vertreibt die Truppe seit 1982, mehr oder weniger durchgehend (mit einer knapp zehnjährigen Pause um die Nullerjahre) ihren groovigen Thrash. Mit der Rückkehr zum Label Mighty Music, melden sich ARTILLERY zunächst mit der EP „Made In Hell“ zurück.

ARTILLERY sind gut in die Jahre gekommen

Gleich der Auftakt und namengebende Song „Made In Hell“ groovt sich ordentlich an die Nackenmuskeln heran, während Sänger Martin Steene eine Prise ANNIHILATOR-Gewürz der ersten Bandphase beisteuert. Das Ergebnis ist sehr kurzweilig. „Ghost In The Machine“ stellt einen weiteren, neuen Song dar, der mit High Screams aufwartet und ein paar schöne Melodic-Twin-Guitars serviert. Die macht Steene wieder eins auf Phil Anselmo. Die Bandbreite des Mannes ist beeindruckend.

„Made In Hell“: Ein netter Zeitvertreib

Als Zuckerl findet sich mit „Into The Universe“ noch ein neu aufgenommener Klassiker vom 1985er Album „Fear Of Tomorrow“. Das muss man natürlich mögen, denn der Sound ist aufpoliert und mit den heute möglichen Mitteln veredelt. Gerade die ollen Thrasher aus den 80ern haben wir ja nicht zuletzt wegen ihrem schäbigen Sound geliebt.

Den vierten Track markiert eine Live-Version von „The Almighty“ (ebenfalls auf „Fear Of Tomorrow“), was den zweiten Teil von „Made In Hell“ ein bisschen uninspiriert wirken lässt. Vielleicht hätte das Label in einen dritten, neuen Song invesierten sollen, dann würde die Veröffentlichung als Appetitanreger bis zum nächsten Longplayer mehr Sinn ergeben. Auf eine Wertung kann in diesem Fall getrost verzichtet werden.

07.05.2026

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