Artillery - The Face Of Fear

Review

Soundcheck November 2018# 2 Galerie mit 11 Bildern: Artillery - Rockharz Open Air 2015

Kaum eine Band spielt melodischen Thrash so überzeugend wie ARTILLERY. Trotz diverser Auflösungserscheinungen und Reunions ist auf die Dänen stets Verlass. Daran ändert  sich auch auf „The Face Of Fear“, dem nunmehr neunten Album der Truppe, nichts.

Wie IRON MAIDEN auf Speed

Bereits der eröffnende Titelsong verbindet gekonnt einen Ohrwurm-Refrain, der wie IRON MAIDEN auf Speed klingt, mit messerscharfem Thrash-Riffing. ARTILLERY gelingt der Spagat zwischen Heavy-Metal-Eingängigkeit und moshtauglichem Gekloppe wie sonst nur ANTHRAX.

Doch da selbst die leidenschaftlichsten Mosher gelegentliche Verschnaufpausen brauchen, sorgen ARTILLERY regelmäßig für Abwechslung. So beginnt „New Rage“ mit einem ruhigen Intro, bevor es zur Thrash-Eruption kommt. „Through The Ages Of Atrocity“ wiederum ist ein astreiner Midtempo-Headbanger und „Thirst For The Worst“ wartet mit orientalisch beeinflussten Gitarrenriffs auf.

Die größte Überraschung kommt allerdings kurz vor Schluss mit der Ballade „Pain“. Die pendelt zwischen warmem Classic-Rock-Feeling und 80er-Jahre-Schmalz daher. Sänger Michael Bastholm Dahl erinnert im Refrain sogar an DON DOKKEN. Trotzdem ist „Pain“ alles andere als kitschig. In Sachen Songwriting präsentieren ARTILLERY sich von ihrer Schokoladenseite. Die Band sorgt nicht nur für jede Menge Abwechslung, sondern hat auch keinen einzigen Stinker im Gepäck. So gehört sich das.

ARTILLERY setzen auf bewährte Zusammenarbeit

Hinter den Reglern für „The Face Of Fear“ saß Søren Andersen, seines Zeichens Stammproduzent von ARTILLERY. Der Mann arbeitete unter anderem schon mit GLENN HUGHES und THE DEAD DAISIES-Bassist Marco Mendoza. Dementsprechend ist seine Produktionsweise stark vom Classic Rock beeinflusst. Soll heißen: „The Face Of Fear“ hat einen fetten, differenzierten Sound, der nie steril oder gar leblos wirkt.

In den zwei Jahren seit „Penalty By Perception“ haben ARTILLERY rein gar nichts verlernt. Dem dänischen Abriss-Kommando gelingt es immer noch zu überraschen, ohne dabei die eigenen Trademarks zu vergessen.  „The Face Of Fear“ ist eine knackige Thrash-Platte, die musikalische Grobiane genauso glücklich machen wird wie Melodieliebhaber.

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09.11.2018

"Irgendeiner wartet immer."

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