Artillery - X

Review

Soundcheck Mai 2021# 2 Galerie mit 11 Bildern: Artillery - Rockharz Open Air 2015

2019 mussten ARTILLERY einen großen Verlust verkraften, denn Gitarrist und Gründungsmitglied Morten Stützer verstarb auf tragische Weise im Alter von 57 Jahren. Dass es trotzdem weitergehen würde, stand für die Band nie zur Debatte. Stützers Bruder Michael, seines Zeichens zweiter Gitarrist der Truppe, machte sich mit dem Rest der Mannschaft an ein neues Album. So entstand „X“ im Gedenken an Morten Stützer.

ARTILLERY lassen sich nicht unterkriegen

Als neuer Songwritingpartner für Michael Stützer fungiert Gitarrist Kræn Meier. Am typischen ARTILLERY-Sound hat sich trotz dieses starken Einschnitts nichts geändert. „X“ besticht immer noch durch knackigen Thrash Metal, der insbesondere durch den cleanen Gesang eine starke melodische Schlagseite erhält.

ARTILLERY halten also nach wie vor an ihren Markenzeichen fest. Und das ist verdammt gut so. Eine Hymne wie „In Thrash We Trust“ kann einfach von keiner anderen Band kommen. Statt Trübsal zu blasen, kanalisiert die Band ihre Trauer in aufbauende Songs. Die sind perfekt dazu geeignet, alle Probleme für eine Dreiviertelstunde zu vergessen und einfach die Sau raus zu lassen.

Manchmal verlässt die Band musikalisch die typischen Thrash-Pfade. „Turn Up The Rage“ beispielsweise geht fast als klassischer Heavy Metal der Marke SAXON über die Zielgerade. Gerade solche Tracks lockern die Platte auf coole Weise auf, ohne weichgespült oder glattgeleckt zu wirken.

„X“ zeichnet sich durch hohe Qualität aus

In der Halbballade „The Ghost Of Me“ erlauben sich ARTILLERY derweil einmal, ihre Trauergefühle in Musik und Worte zu fassen. Der Text spricht dahingehend eine deutliche Sprache: „When my time comes, and I have to go/ I’m gonna see you again, that’s all I know.“ Wer jetzt irgendeine Form von Kitsch befürchtet, kann erleichtert aufatmen. ARTILLERY sind in Sachen Songwriting viel zu stilsicher unterwegs als das sie in diese Falle tappen würden.

ARTILLERY machen das Beste aus ihrer Situation und verarbeiten ihre persönlichen Rückschläge in astreinen Thrash Metal, der jede Rübe sauber absäbelt. „X“ ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Dänen, wenn es nach Qualität ginge, kommerziell immer schon in einer anderen Liga hätten spielen müssen.

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28.04.2021

"Irgendeiner wartet immer."

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