Bitterness - Hallowed Be The Game

Review

Soundcheck Februar 2026# 9 Galerie mit 10 Bildern: Bitterness - Metal Café am 08.09.2018 in Lörrach

Das baden-württembergische Trio BITTERNESS erschien auf der Bildfläche, als die Plätze auf dem Treppchen des deutschen Thrash-Metal-Olymp längst vergeben waren. Anfang der Zweitausender gab es eine Rückbesinnung in einigen der großen Häuser (KREATOR, DESTRUCTION) und der Sound wurde wieder härter und traditioneller. In Waldshut begann man mit „Dawn Of Golden Blood“ noch mit größerer Göteborg-Schlagseite, ist inzwischen aber auch puristischer geworden. In jedem Fall hat man sich mittlerweile die Finger auf den Live-Bühnen wund gespielt und stets mindestens solide Alben abgeliefert, ohne dass der große Durchbruch erfolgen wollte.

Die Riffs das Feuer, der Bass das Mahlwerk

Ob „Hallowed Be The Game“, das bereits achte Album der Band, dafür das richtige Juwel ist, darf bezweifelt werden – allerdings definitiv nicht aus qualitativen Gesichtspunkten. BITTERNESS mögen in ihrer Ausrichtung etwas zu viel Generika mitbringen, wonach bei den etablierten Truppen schon längst nicht mehr gefragt wird. Allerdings liefern die Jungs kompositorisch und hinsichtlich ihres brachialen Sounds dermaßen ab, dass man sich wirklich hinter niemandem mehr verstecken muss.

Die Einfachheit, mit der schon beim Opener „WWH8“ kein Feuer, sondern ein Waldbrand gelegt wird, lässt an eine Mischung aus (zurecht) verpönten Untiefen des Groove Metal und Bands wie LEGION OF THE DAMNED denken. Dass BITTERNESS in der Vergangenheit auch mal in Richtung Death Metal geschielt haben, kommt ihnen den Sound betreffend zu Gute. Marcel Konz am Bass ist hier kein Statist, sondern hörbarer Teil des Mahlwerkes. Die Riffs sind zugegeben geradlinig, aber dermaßen massiv, dass die Augenlider zucken.

Mächtiger musikalischer Anker

„High Sobriety“ wird nicht nur von TANKARDs Gerre eingesungen, sondern könnte auch durchaus auf einer Platte der Hopfensaft-Metaller stehen. In den flotteren Momenten, die auf „Hallowed Be The Game“ eher ausgewählt vorkommen, erinnern BITTERNESS ohnehin am Stärksten an die Frankfurter Thrasher, während ein mächtiger Groover wie „AMOK : KOMA“ auch von KREATOR hätte stammen können.

BITTERNESS haben den Kaffee auf – daran lässt „Hallowed Be The Game“ keinen Zweifel aufkommen. Doch wichtiger erscheint, dass alle Wut und Angepisstheit auf Hate Speech, Fake News und seine Fahnenträger auch einen mächtigen musikalischen Anker geworfen haben.

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01.02.2026

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