Canis Luna - Lux Aeternum

Review

„Essen, ficken, schlafen gehen“. Das ist die aufregendste Textzeile und zugleich das einzig wirklich nennenswerte Vorkommnis auf „Lux Aeternum“, dem Debut der Ilsenburger CANIS LUNA. Und wenn schon vier so simple Worte den Höhepunkt dieser Veröffentlichung bilden, muss es um den Dark Metal der sechs Mondhunde düster bestellt sein. Ganz düster. Ehrlich, hier passt kaum etwas zueinander. Die pseudo-intellektuelle Kritik an der Menschheit, die sich in dilettantisch eingebauten „Matrix“-Filmzitaten selbst lächerlich macht und angesichts der dazu passend gewählten Songtitel anscheinend wie ein roter Faden durch das Album ziehen soll, erregt in ihrer wischi-waschi Konzeption eine ebenso wenig furcht erregende Atmosphäre, wie die grausam entstellte Stückwerkmusik nebst komplett untergehender Produktion. Die Noten irren geradezu durch ein tierisch vertracktes Labyrinth aus einem absolut nervötetenden Drumcomp, fad in den Hintergrund eingestreutem Gitarrenbeiwerk der belanglosesten Sorte, standardisiertem Gekrächze und schiefem aber gottlob in den Hintergrund verpflanzten weiblichem Trallala und reüssieren somit auf ganzer Linie in ihrem Plan, bloß keine hörbaren Songs entstehen zu lassen. Bestes Beispiel ist das bis zur Unkenntlichkeit verhunzte und erbarmungslos schlechte SHAKESPEAERE´S SISTER-Cover „Stay“, hier „Die With Me“ tituliert. Da keimen unfreiwillig groteske „Sonnenlischt“-Auswüchse wieder auf. Die restlichen Eigenkompositionen brauchen sich in ihrer Qualität aber wahrlich nicht dahinter verstecken, auch wenn „Virus“ (wohl echt ein bisschen zuviel „Matrix“ geschaut) mit einer ganz netten Interpretation des gälischen Folkloretraditionals „The Gael“ aufwarten kann. Die paar Sekunden retten aber trotzdem nicht vor dem Untergang. Bleibt nur zu hoffen, dass die nicht vorliegende CD 2 Widererwarten nicht in die gleiche Kerbe schlägt: „Lux Aeternum“ ist nämlich ein Doppelschlag (ins Gesicht). Aua.

07.05.2006

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