
CARNAL DUST aus Hannover sind eine junge Thrash-Metal-Band, die mit „Into Doom“ ihre erste Veröffentlichung präsentiert. Die EP enthält sechs Stücke – Vinylkäufer:innen bekommen mit dem TESTAMENT-Cover „Souls Of Black“ sogar ein siebtes – und ist Ende August in Eigenregie erschienen. Weitere Vorbilder der beiden Musiker sind DESTRUCTION, OVERKILL und KREATOR. Entsprechend tief sind die Fußstapfen, in die sie treten wollen.
CARNAL DUST präsentieren ihre ersten Gehversuche
Der Sound, der beim Einlegen von „Into Doom“ erklingt, ist puristisch und organisch. Man hört, dass es keine große Studioproduktion ist, doch die Instrumente sind klar abgemischt. Nur die Snare klingt etwas zu trocken.
Frontmann Christoph Roth, der auch Bass und Gitarre spielt, verfügt über ein kerniges Organ, und seine Vocals sind gut verständlich. Gelegentlich schimmert sein deutscher Akzent durch, aber nicht so krass wie bei Chris Boltendahl auf frühen GRAVE-DIGGER-Alben.
Musikalisch bewegen sich CARNAL DUST meist im Midtempo und lassen erst in „Dead End“ zeitweise die Sau raus. Das Songmaterial ist solide, und mit Marc Bräutigam von EXUMER und THE VERY END konnten sie für den Titeltrack einen prominenten Gastgitarristen gewinnen. Ein echter Brecher fehlt zwar noch, doch alle Songs gehen gut ins Ohr – Ausfälle gibt es keine.
„Into Doom“ geht für eine Debütveröffentlichung in Ordnung
Insgesamt beschreibt „solide“ die EP am treffendsten. „Into Doom“ löst weder Begeisterungsstürme noch Brechreiz aus, bietet aber eine gute halbe Stunde ordentlichen Thrash Metal. Schade, dass das TESTAMENT-Cover Vinyl-exklusiv ist – das hätten wir gerne gehört und mit dem Original verglichen. Man darf gespannt sein, was ein mögliches Debütalbum der Niedersachsen bringen wird.

Jannik Kleemann






























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