Days Of Grace - Unio Mystica

Review

Die vier Jungs aus Halle sind mittlerweile schon gut und gerne 12 Jahre unterwegs und haben bereits erfolgreiche Auftritte im Vorprogramm von Viu Drakh, Sodom, Motörhead, H-Blockx und ja sogar von Megadeath absolviert. Wirkliche Parallelen zu genannten Bands sind bei Days Of Grace, die ihre Musik selbst als Free-Doom bezeichnen, allerdings keine auszumachen. Man stelle sich einfach vor „Rob Flynn“ (Machine Head), „Farkas Zoltan“ (Ektomorf) und „Joschi“ (Undertow) rauschen an einer Kreuzung ineinander. Der Haufen Schrott, der dabei übrig bleibt, ist in etwa das, was einen bei Days Of Grace erwartet. Die eingestreuten Emo-Core Elemente lockern dabei das kreative Chaos ein wenig auf. Die Zielgruppe von „Days Of Grace“ sollte mit dieser Beschreibung eigentlich soweit erschlossen sein. Allerdings verhält es sich hier eben wie im Straßenverkehr. Wenn drei Luxusschlitten ineinander knallen, entsteht daraus nicht zwangsläufig ein Superwagen. So ist „Unio Mystica“ nicht zwingend die Potenz der drei genannten Bands, sondern lediglich eine musikalische Orientierungshilfe. Für mich das überzeugende Element der Platte sind die Vocals von Frontmann „Peter“, der sich recht sicher auf allen Gebieten bewegt, egal ob cleane Passagen oder markerschütterndes Gekeife. „One Voice“ schießt zu Anfang gleich recht vielersprechend los und stellt gleichzeitig das herausragende Stück der Scheibe. Das nachfolgende „Secret War“ ist zwar recht eindimensional, was auch kennzeichnend für die Platte ist, gefällt aber durch einen fast mystischen Mittelteil. Leider geht den Jungs im weiteren Verlauf immer mehr die Puste aus und die Platte dümpelt, mangels Ideen, etwas verloren vor sich hin. Gegen Ende überrascht allerdings noch der Titeltrack „Unio Mystica“ mit einer gewagten, aber schön in Szene gesetzten Jazzeinlage. Der Rausschmeißer „Flaming Raid“ zeigt das Quartett dann von der ruhigen Seite und entlässt den Hörer mit hypnotischen Klängen und zumindest mich, mit einer leichten Ratlosigkeit. Die Stilbezeichnung Free-Doom ist abenfalls etwas unglücklich gewählt, da sie den Hörer etwas in die Irre führt. Days Of Grace ist zwar ab und experimentell, darf aber getrost in die Schublade Hardcore gesteckt werden. Anhänger dieser Stilrichtung mögen durchaus Gefallen daran finden, mir ist es einfach zu wenig.

02.05.2004

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