Eviscerate - Shadows Out Of Time

Review

Seid ihr eher Django Fan (yeah, MG im Sarg hinter sich herziehen ist verdammt true!!!)? Oder knallt ihr euch bevorzugt um Zwölf Uhr Mittags ab?

Lieber Indianer vs. US Kavallerie oder speckiger Kerl vs. anderen speckigen Kerl?
Burger oder Pasta? Mit dem Wolf tanzen oder mit ner Mundharmonika ne flotte Weise pfeifen? Eher ne Handvoll Dollar nehmen oder in El Dorado einen heben?

Sprich : Welcher Westerntyp seid ihr? Ami oder Italo? Also ich kann mich da nicht so recht entscheiden. Aber wenn’s um Metal geht, dachte ich bislang immer zuerst ans Land der versehrten Persönlichkeiten; lange bevor da irgendwelche Spaghetti Härtner auf den Plan traten. Doch das letzte Jahr hat mit Enemynside, Last Rites und Subliminal Crusher recht beeindruckend gezeigt, dass in Sachen Thrash/Death ne ganze Menge bei unseren südlichen Kameraden geht. Und Eviscerate (jaa, hol’ das Messer raus!) können da mühelos anschließen.
Zwar klingt ihr recht eigenwillig-verschrobener Sound über weite Strecken skandalös skandinavisch, allerdings nur so lange, bis die Carcass Axt (vornehmlich die zu Heartwork Zeiten) kreist und immer wieder für ne nette Überraschung in Form einer kleinen, aber feinen Melodie und prächtigen Leads sorgt. Ansonsten regieren ohnehin die Leadklampfen und gewährleisten so die nötige Frische. Kein sinnloses Wilde-Pavian-Horden-An-Den-Sechs-Saiten-Geschrammel, wie der mächtig anmutige Bandname vermuten lassen könnte, sondern durchdachtes Songwriting ist hier Trumpf. Jeder der vier bärenstarken Songs öffnet sich dem Leser sofort und ist doch sperrig und vor allem abwechslungsreich genug, um so richtig wohltuend im Gehörgang hängen zu bleiben und mit überzeugenden Chören eine wahre Langzeitwirkung zu entfalten. Und als hätte man es geahnt, hat auch wieder der Herr Talamanca im Studio gefuhrwerkt. Nicht, dass wir von dem alten „Sadisten“ in Zukunft in dieser Funktion noch mehr hören werden.

Jungs, eure Platte macht mal so richtig Spaß. Wollen wir mal hoffen, dass dieser Promo baldmöglichst ein vollwertiges Album folgt.

In dem Sinne … Hier, Clinti, noch ein paar Dollar mehr.

21.02.2005

Der metal.de Serviervorschlag

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