Faith and the Muse - Vera Causa

Review

Nicht ganz klar bin ich mir über den Anlaß dieser Compilation, denn schließlich haben Faith and the Muse keine direkten Feiern zu begehen. Einzig ihr bisheriges Schaffen dürfte Grund für ausgelassene Freude sein, denn mit ihren bisher drei Veröffentlichungen hat diese Ausnahme-Formation bewiesen, wie entschieden innovativ und aufregende der Terminus „Goth Rock“ interpretiert werden kann. Dabei war besonders das zweite Album „Annwyn, Beneath the Waves“ ein Meilenstein des Genres, trafen dort altes Death-Rock-Feeling (keine Wunder, William Faith war schließlich einstmals bei Christian Death tätig), keltische Klangerzeugung und überragendes Songwriting aufeinander. Doch auch der Nachfolger „Evidence of Heaven“ stand diesem Werk in nichts nach, konnte es allerdings auch nicht übertreffen. Nun gibt es also diese Doppel-CD, welche neben Live- und Remix-Versionen auch Raritäten und Cover-Srücke enthält. Zwei wirklich vollgepackte CDs, die nicht nur für Fans der Band interessant sein dürften, zeigt sich doch hier wieder einmal wie vielseitig und interessant Faith and the Muse sind. So schneide ich nur kurz den Inhalt an, wobei geraten wird, diesen einmal selbst unter die Lupe zu nehmen: Grandios die Live-Sektion mit solchen Hits wie Cantus oder Annwyn, Beneath the Waves in einer gelungenen Aufführung, doch auch die akustische Seite des letztgenannten Stückes wurde hier berücksichtigt. Auch die Cover und Raritäten sind sehr beachtenswert, allen voran die Kate-Bush-Interpretation von Running Up the Hill und diverse bisher unveröffentlichte Demo-Songs. Einzig die Remixe wirken teils etwas befremdlich, doch besonders Mercyground, hier in der Version von den begnadeten Rhea´s Obsession, weiß zu überzeugen. Warum allerdings ein Thomas Rainer von L’âme immortelle seine stumpfen Beats unter Shattered in Aspect legen durfte und welcher damit diesem Stück einen Todesstoß versetzt, ist mir nicht ganz begreiflich. Doch im Angesicht der sonstigen Klasse der Stücke und dem schön gestalteten Booklet inklusive Band-Biographie fällt dies nur wenig auf und so bleibt zu konstatieren, daß Faith and the Muse ihrem Ruf, einer der besten Bands dieser Szene zu sein, wieder voll gerecht wurden.

09.10.2001

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