Fuck Off - Smile As You Kill

Review

In ihrer Heimat gelten die Herrschaften mit zu den Urvätern der Thrash-Szene, kein Wunder schließlich waren FUCK OFF schon in den späten 80er Jahren aktiv und haben sich in Spanien mit ihrem 88er Debüt „Another Sacrifice“ ein kleines Denkmal gesetzt.

Zwar war nach dem zweiten Dreher „Hell On Earth“ zu Beginn der 90er offenbar auch gleich wieder Schicht im Schacht, den Namen der Band hat man über all die Jahre aber niemals vergessen, und so war die Freude der iberischen Thrash-Community riesig, als 2010 bekannt gegeben wurde, dass sich die Truppe wieder zusammengetan hätte.

Mir persönlich ist die Formation bis vor kurzer Zeit völlig unbekannt gewesen, weshalb ich auch nicht weiß, ob sich die Musik seit damals geändert hat. Doch die von Pep Casas angeführte, ansonsten jedoch völlig neu besetzte Truppe erweist sich auch nach langen Jahren der Absenz immer noch  knieftief in der alten Thrash-Schule verwurzelt und kredenzt ein derb-deftiges Brett, das sowohl dem Bandnamen, aber auch dem Albumtitel zur Ehre gereicht.

Zu vernehmen gibt es demnach jede Menge an Inspiration der ersten Teutonen-Thrash-Generation (allen voran DESTRUCTION), auch wenn die Truppe durchaus auch Passagen intus hat, deren Provenienz man wohl eher diversen frühen US-Thrash-Heroen à la EXODUS zuordnen würde. Zwar muss man auf etwaige technische Finessen verzichten, wie man durchaus auch im Verlauf der Spielzeit einen gewissen Grad an Ähnlichkeit der einzelnen Nummern untereinander vernehmen kann, der guten Laune, die dieser heftige Mix verbreitet, kann das aber kaum etwas anhaben. Einzig mit dem RAINBOW-Klassiker „Long Live Rock’n’Roll“ hat sich die Truppe – bei allem Respekt und Ehrerbietung – keinen wirklichen Gefallen getan hat, da die FUCK OFF-Version mit Sicherheit für geteilte Meinungen sorgen wird.

Doch das ist nicht weiter tragisch, denn die Songs wurden nahezu durchwegs mit leicht und locker mitgrölbaren Refrains aufgefettet, und von daher schreit das Material von „Smile As You Kill“ regelrecht nach einer Darbietung auf der Bühne, wovon wir uns nur zu gerne überzeugen würden!

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09.11.2013

Der metal.de Serviervorschlag

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