Korades - Acoustic Warfare

Review

Vier Jahre können eine lange Zeit sein.
Unendlich für Fußball-Fans bis zur nächsten WM, normale Wartezeit für TYPE O NEGATIVE Fans für das nächste Album und relativ kurz für die Fertigstellung eines neuen MANOWAR Albums.

2002 veröffentlichten VIU DRAKH ihr letztes Album „Death Riff Society“, welches sie auf namhafte Touren (u.a. CANNIBAL CORPSE) aufspringen ließ, bevor sie sich letztendlich auflösten. Verhältnismäßig schnell meldet sich die Nachfolgercombo KORADES durchaus überzeugend zurück. Geblieben sind Hauptsongwriter, Gitarrist und Namensgeber Bernd Korades und Drummer David „C4“ Gabriel. Mit zwei jungen und frischen Mitstreitern wurde das Debüt „Acoustic Warfare“ eingehämmert und dieser Name ist durchaus verdient.
KORADES bewegen sich mehr zurück zu ihren Wurzeln, sie klingen anno 2006 weniger nach VIU DRAKH, als eher nach TIN PAN ALLEY, der Vorgängerband.
Will heißen: KORADES haben den Crustcore-Faktor deutlich verstärkt und denn Death Metal Anteil heruntergefahren. Und diese Kurskorrektur steht dem Vierer aus Weimar ganz hervorragend, man hört jederzeit, dass sich KORADES in diesen Gefilden heimisch fühlen. Früher wurden VIU DRAKH im Vorprogramm von Prügelcombos nur bedingt angenommen, nun würden sie im Vorprogramm von Bands wie DRILLER KILLER, DISFEAR oder MOTÖRHEAD abgefeiert werden.

Angeführt wird der akustische Feldzug von den messerscharfen Riffs und den wuchtigen Drums. Hier werden mit großer Leidenschaft verkrustete Punkriffs der Marke SKITSYSTEM in ein dreckiges und dunkles Rock’n Roll Gewand gepackt. Die gesamten Songanlagen sind tief im Bereich des frühen und extremen Hardcore und Punk verwurzelt: einfach, immer nachvollziehbar und voll in die Fresse! Das ist effektive Mucke zum Biertrinken, Autofahren und Mitpfeifen! Am Besten gleichzeitig…
Die Gitarren sind tief gestimmt, und vor allem die tiefen Growls verleihen dem Ganzen den deutlichsten Death Touch. Die kurzen, aber feinen Gitarrensoli bremsen die straighten Songs auch nicht aus, sondern bereichern den „Accoustic Warfare“.
Dennoch bleibt am Ende nur ein Haufen Asche, ein Kinderchor lässt den Hörer in die friedliche Welt zurückkehren, ein Welt ohne Motörcrust.

Unterm Strich haben KORADES ein vorzügliches Comeback-Album erschaffen, das jedem Cruster mit einem offenen Ohr für den Death Metal (und andersherum natürlich) eine Freude sein wird. Klangtechnisch veredelt wurde „Acoustic Warfare“ von Thommy Hein (DIE ÄRZTE, NINA HAGEN, CORVUS CORAX) und gemastered von Pluto, die dem ganzen einen Sound verpasst haben, bei dem man den Dreck unter den Fingernägeln und den Reglern spürt.

Anspieltipps: All Quiet In Hell, Motöcrust Forever, Terpentine On The Rocks

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19.12.2006

Der metal.de Serviervorschlag

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