
Auf „Supersonic“ folgt oft etwas Schlüpfriges (vgl. STEEL PANTHER und „Supersonic Sex Machine“) oder Brutales (vgl. OVERKILL mit „Supersonic Hate“ oder KISSIN‘ DYNAMITE mit „Supersonic Killer“). LORDS OF SALEM gehen den ersten Weg und nennen ihr Full-Length „Supersonic Vampire Pussy“, was an Robert Rodriguez’ Kultfilm „From Dusk Till Dawn“ erinnert. Tatsächlich ist die Platte gespickt mit Anspielungen auf Horrorfilme und düstere Brachialromantik. Musikalisch geht es vielseitig und düster zu.
Die LORDS OF SALEM vertonen einen Horrorfilm
Wer sich nach der berüchtigten Hexenprozess-Stadt benennt, dürfte eine Affinität zum Morbiden haben. So behandelt der Opener „The Hills Have Eyes“ den gleichnamigen Horrorstreifen, in „Miss Demoness“ geht es in Text und Samples schlüpfrig zu, und auf „Blood Orgy“ verheißen Kettensägen-Sounds im Hintergrund nichts Gutes. Die LORDS OF SALEM zeichnen ein klares musikalisches Bild. Stilistisch orientieren sie sich überwiegend an Horror-Industrial- und Dark-Metal-Bands wie WEDNESDAY 13.
Starke Industrial-Riffs, kombiniert mit rauem, teils verzerrtem Gesang, prägen den Sound von „Supersonic Vampire Pussy“. Auf „Eternal Love“ schlägt die Gruppe erstmals ruhigere Töne an und präsentiert eine Pianoballade mit getragenem Gesang und viel Pathos. „1000 Ways To Die“ verbindet leichte orchestrale Elemente mit elektronischen Spielereien und dunklem Gothic-Flair. Die Produktion ist zeitgemäß und druckvoll.
„Supersonic Vampire Pussy“ ist für Industrial-Fans
Wer Gothic Metal mit mechanisch-kalter Schlagseite und Horrorthematik mag, kann beim Debütalbum von LORDS OF SALEM fündig werden. Zwar finden sich einige schöne Melodien auf „Supersonic Vampire Pussy“, doch nicht genug, um nachhaltig im Gedächtnis zu bleiben. Insgesamt bleibt ein Debüt mit plakativem Namen, das knapp über dem Durchschnitt liegt.

Lords of Salem - Supersonic Vampire Pussy [Vinyl LP]
Jannik Kleemann






























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