
„Ex Nihilo“ von MALEPESTE ist bereits im November 2025 erschienen. Da die französische Black-Metal-Band jedoch eine ganze Dekade für neues Material benötigte, wird sie uns die kleine Verspätung der Rezension sicher nachsehen. Nach so langer Wartezeit wirken sechs Stücke mit knapp 35 Minuten etwas dürftig, doch Qualität geht vor Quantität. Schauen wir, was „Ex Nihilo“ zu bieten hat.
MALEPESTE liefern okkulten Schwarzmetall
Die lange Pause erklärt sich durch die Involvierung einiger Musiker im Dark-Ambient-Projekt GRANDE LOGE. Nun kehren MALEPESTE zurück und präsentieren eine okkulte Variante des Black Metal, die weniger durch Blastbeats und Screams als durch Atmosphäre und beschwörende Vocals auffällt.
Es entsteht ein schwer verdaulicher Midtempo-Mix, der sich wie zähe Melasse in die Gehörgänge legt. Die Gitarren fräsen dissonant, der Gesang von Frontmann Larsen schwankt zwischen monotonen Mantras, verzweifelten Schreien und düsterem Sprechen. Bass und Schlagzeug bilden das Fundament für den nihilistischen Sound der Band.
Am besten funktioniert „Ex Nihilo“, wenn MALEPESTE ihre Zutaten mit schnellen Blast-Parts kombinieren, sodass der Gesamteindruck überwältigend und intensiv wirkt. „Imperium“ ist dafür ein gutes Beispiel und überzeugt mit seinen verschiedenen Abschnitten. Auch das abschließende „Relapsus“ punktet durch Abwechslung und füllt seine acht Minuten Laufzeit mühelos. Leichte orchestrale Elemente verleihen dem Ganzen zusätzliche Dramatik.
„Ex Nihilo“ ist kein Album zum Nebenbeihören
35 Minuten wirken zunächst knapp. Da MALEPESTE jedoch zu den sperrigeren Vertretern ihres Genres zählen, ist es sinnvoll, dass man sich auf jeden Track konzentrieren kann, ohne überfordert zu werden. Somit ist „Ex Nihilo“ eine spannende Angelegenheit für all jene, die Black Metal abseits konventioneller Pfade schätzen.

Jannik Kleemann































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