Mortal Vision - Mind Manipulation

Review

Bei MORTAL VISION handelt es sich um eine junge Thrash Metal-Band aus der Ukraine, die dieser Tage ihr Full-Length-Debüt “Mind Manipulation” veröffentlicht. Auf dem Album sind acht Tracks zu hören und MORTAL VISION huldigen auf diesen Stücken ihre Helden von SEPULTURA zu “Schizophrenia”- und “Beneath The Remains”-Zeiten. Wenn man die Augen schließt und zuhört, könnte man meinen, dass es 1989 in Brasilien entstanden ist.

Während es in den letzten Jahren eine Vielzahl von jungen Thrash-Revival-Bands gab, besitzen nur wenige den gleichen Hunger und Authentizität, die hier von MORTAL VISION an den Tag gelegt wird. Diese vier Ukrainer haben mit “Mind Manipulation” ein Paradebeispiel an Thrash Metal abgeliefert.

Nicht neu, nicht innovativ, etwas vorhersehbar, aber man merkt mit wie viel Herzblut und Hingabe die Jungs bei der Sache sind. MORTAL VISION gehören zu den wenigen neuen Thrash-Bands, die ihre kompromisslose Version eines Stils abliefern, der seinen Höhepunkt längst überschritten hat.

Mind Manipulation” ist eine kurze, aber feine Hommage an die großartigen SEPULTURA der späten 80er

“Mind Manipulation” ist vollgepackt mit beinharten Thrash-Metal-Riffs, die alle in ähnlichem hohem Tempo vorgetragen werden. Vergleichbar wie bei den Kollegen von GRUESOME, die bekennenden DEATH-Worshipper, stellen sich zahlreiche Aha-Momente während des Hörens der einzelnen Tracks ein. Dabei kann es sich um ein Riff, ein Gitarrenlead, ein Chorus, ein Solo oder ein Drum-Beat handeln, der einen dann wohlwollend nicken und kurz in Erinnerungen schwelgen lässt. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass man die entsprechenden Referenz-Werke so gut wie in- und auswendig kennt.

Acht Thrash-Granaten, die sofort zünden

Der Titeltrack eröffnet die Platte mit einer Explosion, und dann geht es los mit dem klassischem 80er-Thrash. Die Stimme von Frontmann Ivan Dyshlyuk, klingt zwar monoton, ähnelt aber auch stark der von MAX CAVALERA. Das schnelle Gitarren-Spiel klingt strafend und düster, der Song geht gut nach vorne, hat ein typisches ANDREAS KISSER-Solo, einen einprägsamen Refrain und endet passenderweise mit einem weiteren explosionsartigen Ausbruch.

Der größte Teil des Albums ist blitzschnell, und jede Pause im Tempo ist nur vorübergehend. Das von IGOR CAVALERA inspirierte Schlagzeugspiel bringt zudem mehr Abwechslung in das Album, denn es wechselt zwischen klassischen Thrash-Beats und Half-Time-Grooves, kombiniert mit schnellen Drum-Fills.

Alles was ein gutes Thrash Album braucht

Vom klassischem Thrasher “Eternal Hatred” mit starken Riffs und ruppigen Shouts bis zum blitzschnellen “Raw Poison”. Vom riffigen und groovenden Highlight “Condemned To Death” bis zum abwechslungsreichen “Possessed”. Ein Song, der sich von den anderen durch Eigenständigkeit abhebt und sich dadurch von den selbst auferlegten Fesseln löst. Hier ist alles dabei, was ein tolles und zeitloses Thrash-Metal-Album ausmacht.

“Forced Extermination” ist gegen Ende nochmal ordentlich schnell und bringt sogar eine zusätzliche Melodie mit ein. Der Refrain macht Spaß, ist zwar nur eine einfache Rezitation des Titels, aber mit besonderer Phrasierung. “Devastated Existence” ist der finale Schlag, der mit fiesem Gesang und brennenden Leads hereinbricht, manchmal im Midtempo, aber immer höllisch heavy. Ein sehr gelungener Abschluß dieser wirklich sehr unterhaltsamen knapp 30 Minuten.

Worshippen um jeden Preis

Diese extreme Form der Verehrung ist weder innovativ noch originell, aber es fühlt sich gut an, sich in dieses Album zu stürzen und sich eine halbe Stunde lang von dem guten alten Zeug berieseln zu lassen.

Zumindest ehren MORTAL VISION ihre Einflüsse mit Respekt und Ehrfurcht, wenn auch manchmal ohne denselben Groove und dieselbe Dynamik, die SEPULTURA zu einer so herausragenden Kraft in der Metalszene machten. Dennoch sollte jeder Thrasher ruhig mal ein Ohr riskieren.

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29.10.2021

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