



Passend zur laufenden Tour mit UUHAI veröffentlichen die italienischen Fun-Metaller NANOWAR OF STEEL eine neue EP, die thematisch an ihre mongolische Vorband anknüpft. Mit einem Augenzwinkern greifen sie zudem die Omnipräsenz des ikonischen Heerführers in klassischen und modernen Metalsongs auf. Auch der Titel der EP kommt uns verdächtig bekannt vor.
NANOWAR OF STEEL erschaffen den ultimativen Genghis-Khan-Song
Wer sich die Lyrics des Titeltracks anschaut, kommt um ein Schmunzeln nicht herum, denn NANOWAR OF STEEL nehmen sich weiterhin kein bisschen ernst und verbinden musikalische Qualität mit humorvollen Texten. Der Song mischt Witze über Khans picklige Jugend mit Anspielungen auf „Forrest Gump“ und die Legende, er habe mit Tausenden Frauen geschlafen. Das Soundfundament bildet – natürlich – ein epischer Power-Metal-Track.
„Feet And Greet“ ist eine Mischung aus Industrial- und Modern Metal, irgendwo zwischen COMBICHRIST und RAMMSTEIN meets AMARANTHE. Letzterer Einfluss kommt nicht von ungefähr, denn der aktuelle Schreihals der schwedischen Modern-Metaller, Mikael Sehlin, steuert ein Feature bei. Zusätzlich dient der Song als Aufhänger für zwei VIP-Packages der laufenden Tour: „70.000 Tons Of Emmental“ und „Cradle Of Feet“.
Mit „Iride“ widmen sich NANOWAR OF STEEL einem italienischen Satelliten zur Katastrophenprävention. Verpackt wird das Thema in einen schnörkellosen Power-Metal-Song, der sich vor aktuellen Genregrößen wie GLORYHAMMER, RHAPSODY OF FIRE oder TWILIGHT FORCE nicht verstecken muss. Ob ein Zusammenhang zwischen musikalischem Stil und textlichem Inhalt besteht, bleibt der Interpretation überlassen.
Das vorab veröffentlichte „Kotlin“ ist ein geistiger Nachfolger von „HelloWorld.java“ von der „XX Years Of Steel“-Livescheibe und Compilation. Erneut widmet sich die Band einer Programmiersprache und verpackt Coding-Lyrics in einen Highspeed-Power-Metal-Track mit unverschämt ohrwurmigem Refrain.
„The Genghis Khan EP To End All Genghis Khan EPs“ ist ein guter Snack
Schade, dass „The Genghis Khan EP To End All Genghis Khan EPs“ lediglich als Vinyl- und Digital-EP erscheint, denn angesichts der Qualität der vier Songs hätten NANOWAR OF STEEL problemlos fünf oder sechs weitere Tracks ergänzen können, um ein vollwertiges Album daraus zu machen – zumal „Dislike To False Metal“ bereits fast drei Jahre alt ist. Bleibt zu hoffen, dass diese EP ein Vorbote weiteren Outputs ist.

Jannik Kleemann






























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