Nervosa - Slave Machine

Review

Galerie mit 30 Bildern: Nervosa - Summoned In Summer Tour 2025 in München

2,5 Jahre nach „Jailbreak“ beehren uns NERVOSA mit ihrem nächsten Thrash-Vorschlaghammer. Für ihre Verhältnisse ist das Line-up recht konstant geblieben – nur die Bassposition wurde mit Emmelie Herwegh neu besetzt. Da Bandchefin Prika Amaral den Sound bestimmt, machten sich Wechsel zuvor vor allem am Gesang bemerkbar. Diesen übernahm Amaral auf dem Vorgänger selbst und erntete viel Lob. Gute Vorzeichen für die neue Platte – also Patronengurt um, Kutte an und los geht’s!

NERVOSA als unerbittliche Thrash-Maschine

Im Vergleich zum Vorgänger wirken die neuen Songs wieder hart und brutal, und auch Amarals Gesang fräst sich gut in den Gehörgang. Dennoch bleiben weniger Highlights hängen. Der Titeltrack bietet stellenweise fast klaren Gesang – ein Novum. „You Are Not A Hero“ fällt mit seinem melodischen Refrain auf, der live für Mitgrölmomente sorgen dürfte. „The New Empire“ bietet modernes, thrashiges Stakkato-Riffing und eine fiese Bridge, die in einem dissonanten Solo mündet – eines der Highlights von „Slave Machine“.

Ansonsten gibt es viel gewohnte NERVOSA-Kost. Immer wieder tauchen Passagen auf, bei denen man denkt: „Oh, das könnte live knallen!“, „Schöne Leadgitarre!“ oder „Cooler Scream.“ Der große Aha-Effekt bleibt aus, doch mit inzwischen sechs Alben im Portfolio erfindet man sich nicht mehr auf jeder Scheibe neu.

Die Produktion ist laut und druckvoll, war auf dem Vorgänger aber etwas ausgewogener. Dennoch ist sie weit entfernt von schlecht; Loudness und Druck gehören zum modernen Thrash.

„Slave Machine“ ist eine konsequente Fortsetzung

„Slave Machine“ wirkt wie ein Erfolgssequel, das den ersten Teil nicht kopiert, sondern auf ihm aufbaut und in seinem Fahrwasser bleibt. Schlecht ist hier nichts, aber auch nichts besser als auf dem Vorgänger. Schade, dass die Single „Smashing Heads“ nicht auf dem Album gelandet ist – die Nummer kam im vergangenen Jahr gut an. Insgesamt können NERVOSA-Fans ohne Probehören zugreifen.

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27.03.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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