Never Back Down - To Those Who Search For Brightened Days

Review

Galerie mit 21 Bildern: Never Back Down auf dem Knockdown Festival 2019

Mit „To Those Who Search For Brightened Days“ haben die Backnanger Youngsters NEVER BACK DOWN nun den Nachfolger ihrer „Don’t Take It For Granted“-EP am Start. An der musikalischen Marschrichtung hat sich nicht viel geändert. Noch immer präsentiert man einen aggressiven Metalcore-Sound, der die in diesem Sektor immer wieder zu hörenden Standard-Fehler gekonnt umschifft und dabei so frisch klingt, dass man hier auch als Core-Skeptiker großen Gefallen finden kann.

Die kleineren Probleme des Vorgängers hat das Quartett erfreulicherweise in den Griff bekommen. So fügt sich mittlerweile auch der Drum-Sound bestens in die rundum gelungene Produktion ein. Und auch das Songmaterial ist eine ganze Ecke abwechslungsreicher geworden, ohne dabei an Power und Groove zu verlieren. Hilfreich sind dabei auf jeden Fall die Gastauftritte von OPPOSITION OF ONE-Sänger Daniel und GRACE WILL FALL-Frontmann Ulf. Und mit dem US-amerikanischen Rapper GaiDen Gadema hat man sogar noch einen deutlich ungewöhnlicheren Gastsänger gefunden, der im Song „My Prominence“ für das gewisse Etwas sorgt.

Von Szene-Scheuklappen will man also überhaupt nichts wissen. Das ist gut so und wird textlich mit Nachdruck unterstrichen. Auch das geniale „Holding A View“ ist eine Kampfansage an alle Schubladen-Denker und Szene-Wächter. Dass dieser Kampf trotz des Gangster-Coverartworks ausschließlich friedlich geführt werden will, macht die Band mit einem Statement im Booklet mehr als deutlich. Man scheut sich also nicht, eine eindeutige Position zu beziehen und die daraus erwachsende Kritik an Staat und Gesellschaft in klare Worte und Liedtexte zu fassen.

Musikalisch gestaltet sich das Album auch bei wiederholtem Hörgenuss extrem kurzweilig und spannend. Das Shouting von Sänger David Thomas und die Gitarrenriffs von Marcel Hampel können sich mit den Größen der Metalcore-Szene messen und die tight zusammenspielende Rhythmusfraktion aus Bassist Nico Bieber und Drummer Matthias Wiedmann steht dem kaum nach.

Abgesehen vom instrumentalen Intro kann man sich das komplette Album auf der MySpace-Seite der Gruppe anhören. Und wer die Chance hat, NEVER BACK DOWN einmal live zu sehen, sollte diese unbedingt nutzen, denn die Jungs bringen ihre gesamte Power auch auf der Bühne hervorragend rüber. Wer also ganz ohne Scheuklappen und aufgesetzte Attitüde einfach guten Metalcore hören möchte, wird hier bestens bedient. Unbedingt anchecken!

30.11.2008

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