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Persophone - Rise...Fall

Review

“Persephone“ ist nicht nur der Name der griechischen Unterwelts- und Fruchtbarkeitsgöttin, sondern stand deshalb logischerweise auch vielen Bands und Projekten der Metal/Gothic-Szene Pate. So nannte etwa L’AME IMMORTELLE-Sängerin Sonja Kraushofer ihr Soloprojekt PERSEPHONE, eine Band mit dem Namen PERSEFONE aus Andorra machte vor ein paar Jahren durch genialen Death-Prog-Sound auf sich aufmerksam. Nun das ganze mit “o“ statt “e“: PERSOPHONE aus Rostock sind zwar auch äußerst progressiv und haben den ein- oder anderen elektronischen Part dabei, jedoch sind sie tief im nordischen Black Metal verwurzelt, was die Frühwerke ihrer inzwischen 16-jährigen Bandkarriere zeigen.

Dementsprechend roh und okkult klingt das Material auch heute noch, obwohl sich der Sound fast drastisch gewandelt hat. Über weite Strecken baut das Album starke Spannungsbögen auf, bietet sphärische Intros, interessant-disharmonische Riffs bis hin zu Psychedelic Rock oder (immer noch) zum nordischen Black Metal der frühen 90er – und natürlich eine Portion Underground-Flair, sprich: relativ verschrobenes Englisch in den Texten oder noch nicht zu 100% ausgereiftes Songwriting (worüber sich natürlich streiten lässt). Wo andere Bands einen ganzen Haufen Geld ausgeben, um beschissen (aber dafür “true“) zu klingen, schaffen PERSOPHONE in Eigenregie, ein klar differenziertes, jedoch genügend räudiges Gesamtklangbild hinzuregeln, um das viele große Gruppen neidisch sein dürften bzw. sollten.

Was auf diesem Album dennoch fehlt, sind die ganz großen Knaller. Unverkennbare Riffs oder auch nur eine absolute Ausnahmepassage innerhalb eines Songs, wie dies Bands wie OPETH, (alte) DIMMU BORGIR oder andere Szenegrößen schaffen, gibt es leider noch nicht auf “Rise…Fall“, dafür jedoch in sich stimmige und immer variabel bleibende Songs, die als Album ebenfalls gut miteinander harmonieren. Ich erwarte in dieser neuen Schaffensphase noch Großes von dieser Gruppe!

30.11.2008

Der metal.de Serviervorschlag

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