Ravage - Get Fucking Slaughtered

Review

Zugegeben: das reichlich einfältige und nicht gerade aussagekräftige Coverdesign hat meine Erwartungen bezüglich dieser Langrille schon herbe gedämpft. Schließlich ist man im brutal Thrash/Death-Bereich einiges an visuellen Blutphantasmagorien gewohnt…aber holla, ich muss mich eines Besseren belehren lassen! „Get Fucking Slaughtered“ zieht alle Register einer amtlichen Gehirnwäsche im Schleudergang. Obwohl RAVAGE hier zum ersten Mal mit einem Full-Lenght in Erscheinung treten, klingen sie, als würden sie seit 20 Jahren ihre Instrument einem Dauerbelastungstest unterziehen. Jeden Tag. Den ganzen Tag. Meine Fresse, wie wollen die das denn Live durchhalten?! In einer astreinen Hommage an den guten alten Old-School-Thrash legt das Quintett aus Düsseldorf durchgehend ein hals- und handgelenkzertrümmerndes Tempo vor, das kaum Zeit zum Atmen lässt. Die Schießbude kotzt sich in einem ewigen Trommelfeuer mit teilweise eklig fixen Double Bass Passagen die Seele aus dem Leib und das Riffgewitter schnitzt sich mit Speed Metal-artiger Präzision durch den vorderen Stirnlappen. Sollte der Weg zum Kleinhirn dann noch nicht frei sein, erledigen das die technisch genauso versierten Soli. Irre geil! Dass ab der Hälfte der Platte die Abwechslung auf der Strecke bleibt, ist nicht weiter tragisch, denn hier geht es nur um Eines: Bang or be banged! Ziel erreicht, würde ich sagen.

22.06.2005

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