Rival Sons - Pressure And Time

Review

Bereits mit den ersten Tönen von „All Over The Road“ wird klar, für welche Art des Rock sich RIVAL SONS entschieden haben: Classic Rock. Die späten 60er und die 70er Jahre stehen Pate für das Album „Pressure And Time“, welches RIVAL SONS in einer sowas von authentischen Art und Weise rüberbringen, dass man ihnen jede Abkupferei an den Größen des Genres sofort verzeiht.

Alleine die Stimme von Sänger Jay Buchanan klingt teilweise sehr nach Robert Plant (LED ZEPPELIN), sodass es ein Verbrechen wäre, nicht auf den stilistischen Zug dieser Legende aufzuspringen. Stücke wie „All Over The Road“, „Gypsy Heart“ oder „Young Love“ bestätigen diesen Vergleich.

Allerdings kann man RIVAL SONS nicht vorwerfen, dass sie den Stil von LED ZEPPELIN oder THE WHO einfach nur kopieren. Die vier Jungs gehen auf „Pressure And Time“ schon ihren eigenen Weg. Das beweisen RIVAL SONS mit allen ihren Stücken auf dem Album wirklich vorzüglich. Dabei bestechen die Kreationen durch eine Eingängigkeit, die sich mit jedem Hörgang mehr und mehr festigt, allerdings niemals Langeweile aufkommen lässt.

Die Produktion ist am ehesten mit Ergüssen der WHITE STRIPES vergleichbar. Die Drums scheppern überwiegend, was sich jedoch in Zusammenhang mit den Stücken eher als Vorteil sehen lässt. Und nicht umsonst hat man den Eindruck, als ob die Band das Album sozusagen live im Studio eingespielt hat. Es lässt sich eigentlich nicht weghören.

„Pressure And Time“ ist eine wahrliche Überraschung, auch, weil man von Earache Records sonst nur Kaliber der härteren Gangart kennt. RIVAL SONS werden ihren Triumphzug antreten. Ob der von langer Dauer sein wird bleibt abzuwarten, jetzt liegt es an der Band, sich weiter und weiter zu beweisen.

14.07.2011
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