Rival Sons - Feral Roots

Review

Soundcheck Januar 2019# 1

Lange vor GRETA VAN FLEET waren RIVAL SONS die Classic-Rock-Band der Stunde, die Band, die LED ZEPPELIN und co. beerben sollte. Mittlerweile ist das Quartett bereits über zehn Jahren im Geschäft und ganz sicher kein Newcomer mehr. „Feral Roots“ bietet trotzdem wieder alles, was Fans von der Band erwarten.

RIVAL SONS sind längst etabliert

Doch während die jungen Wilden durch ungebändigte Energie überzeugten, geben RIVAL SONS die abgeklärten Veteranen. Sie eifern nicht mehr ihren Vorbildern nach, sondern sind längst selbst Vorbilder für eine neue Generation von Rock-Bands geworden. Damit einher geht allerdings auch eine gewissen Gemütlichkeit.

Das Songwriting auf „Feral Roots“ ist durchgehend gutklassig, aber eben nicht mehr. Einen groovigen, mit fuzzigen Gitarren garnierten Rocker wie „Back In The Woods“ schüttelt die Band mit links aus dem Ärmel. Gelegentliche Folk-Einlagen wie das Intro von „Look Away“ sorgen für Abwechslungs. Doch es fehlt der Biss.

„Feral Roots“ fehlt die Dynamik

Hauptgrund dafür ist die aalglatte Produktion. Die liefert zwar ein super differenziertes, klares Soundbild. Aber es fehlt an Ecken und Kanten, wie sie gerade im Classic-Rock-Sektor bitternötig sind, um den Songs Raum zum atmen zu geben. So gibt es zwar eine massive Soundwand, aber die in der Musik verankerte Dynamik verliert dadurch an Wirkung. Etwas mehr Mut zum unperfekten hätte „Feral Roots“ gut getan.

Weiterhin fehlt auch den Songs das gewisse „Arschtritt“-Potential. Die elf Tracks auf „Feral Roots“ sind allesamt solide bis wirklich gute Kompositionen. Aber RIVAL SONS lassen es fast durchgehend entspannt angehen. Dadurch wirkt die Platte vor allem gegen Ende ermüdend.

Zuviel Zufriedenheit?

Schlussendlich ist das aber alles meckern auf hohem Niveau, denn trotz allem gelingen der Band genug große Momente, um den Großteil der Retro-Konkurrenz weiterhin auf ihre Plätze zu verweisen. Exemplarisch dafür stehen das bombastische Outro von „All Directions“ sowie die mitreißenden Gesangsleistung in „End Of Forever“.

Ohnehin ist Sänger Jay Buchanan immer noch in Topform. Von gefühlvoll-leise über machtvolle Schreie bis hin zu groß angelegten Hymnen meistert er jede Disziplin eines Rocksängers mit Bravour. Er steuert einen nicht zu verachtenden Teil zum Gelingen der Platte bei.Trotzdem macht sich auf „Feral Roots“ ein wenig Behäbigkeit breit, fast als wären RIVAL SONS mit dem bisherigen Erfolg ein bisschen zu zufrieden.

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11.01.2019

"Irgendeiner wartet immer."

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