Rotten Sound - Cursed

Review

Skandnavischer Grindcore lässt sich Anno 2010 auf keinen Fall ohne den Namen ROTTEN SOUND denken. Besonders seit ihrem 2005er Album „Exit“ gehören sie zu den prominentesten Vertretern des ganzen Genres. Und dabei kommen sie nicht mal aus Schweden, wo sonst das Mekka für jedwede extreme Musikrichtung verzeichnet ist.

Eine gewisse (und nicht nur geographische) Nähe zu den Nachbarn haben die Männer um Frontmann Keijo Niinimaa sich allerdings auch auf ihrem nunmehr sechsten Longplayer „Cursed“ erhalten: Mika Aaltos Trademark-Gitarrensound klingt nach wie vor wie eine groteske des klassischen Stockholm-Death-Boss-HM2-Effekts und zeigt diesem insbesondere in den wahnwitzig schnellen Passage, aus denen sich eigentlich so gut wie jedes Stück des Albums zusammensetzt, den krummen Mittelfinger. Die Kombination aus auf Hochgeschwindigkeit setzenden Songwritings und mittenlastigen Gitarren muss den verantwortlichen Tontechniker vor eine nicht zu verachtende Herausforderung gestellt haben. Denn: er scheitert zumindest wenn es darum geht, die Platte transparent und die Riffs durchsichtig klingen zu lassen. „Cursed“ klingt durchweg relativ dumpf und Niinimaas in effekttechnischer Hinsicht nicht ganz unbearbeiteter Gesang tut da sein übriges.


Das soll es dann mit Kritik aber auch schon gewesen sein. Vom Opener „Alone“ bis zum abschließenden „Doomed“ ist die komplette halbe Stunde von „Cursed“ in keiner Weise zu beanstanden. Unglaublich schnell und kompromisslos, brutal und gleichzeitig verspielt und abwechslungsreich – das kann man von den wenigsten Platten des Genres behaupten. Wer also ROTTEN SOUND und schonungsloses Geballer generell mag, wird nicht enttäuscht werden.

 

16.03.2011
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