Ruinside - The Hunt

Review

Auch wenn es nicht hierbei keineswegs um ein „echtes“ Konzeptalbum handelt, so zieht sich das Thema „Jagd“ dennoch wie ein roter Faden durch das gesamte Werk. Die Finnen RUINSIDE lassen uns darauf Songs vernehmen, die von Gejagten und Jägern unserer „modernen“ Zeit ebenso handeln, wie von der Hexenverfolgung in der Vergangenheit und wissen ihre Texte wie auch die Musik in atmosphärischer feiner Weise und mit gelegentlichen Ausflügen in symphonische Gefilde darzubieten.

Ob es sich bei dem Quintett aus Tampere tatsächlich um ähnlich passionierte Weidmänner handelt wie es Tom Angelripper ist, weiß ich zwar nicht, Fakt ist aber auf jeden Fall, dass der Fünfer auf der „Jagd“ nach Ideen und Inspirationen für dieses Werk sehr erfolgreich gewesen sein dürfte. Die seit 2005 existierende Formation tischt uns nämlich ein durchwegs gelungenes Brett auf, das melodischen Thrash Metal ebenso beinhaltet wie auch massiven Power Metal und zudem vor Melodien ebenso so strotz wie vor Atmosphäre.

Dass man in der Heimat so manchen „Jagderfolg“ verbuchen konnte, sollte kein besonderes Mirakel darstellen und ist auch in den zwar nur gelegentlichen, dafür aber umso intensiver wirkenden melancholischen Passagen nachzuvollziehen, umso überraschender jedoch erscheint der Umstand, dass RUINSIDE ihr „Revier“ nicht wirklich eingehalten und offenbar sogar einen längerfristigen „Jagdausflug“ ins benachbarte Schweden unternommen haben. Für diesen scheint der Fünfer jedoch sehr gezielt unterwegs gewesen zu sein, denn man muss wohl schon mit dem Leben im „Unterholz“ vertraut sein, um einen solches Exemplar ausfindig zu machen wie RUINSIDE.

Dennoch: vor allem der raukehlige Gesang von Toni Salminen lässt mich mehrfach an Charles Rytkönen denken , aber auch in Sachen Riffing kann ich durchaus Ähnlichkeiten zu MORGANA LEFAY feststellen, auch wenn die Finnen in Summe noch ein wenig heftiger loslegen als „Bollnäs‘ Finest“. Aber nicht nur im Metier der brachial „geschrubbten“ Power Metal-Riffs fühlen sich RUINSIDE offensichtlich pudelwohl, ebenfalls gelungen ist auch der immer wieder lässige groovende Thrash-Anteil den diese Burschen kredenzen, wobei dieser an unterschiedlichste „Opfertiere“ wie die späten FORBIDDEN, PERZONAL WAR, FACE DOWN HERO, CHANNEL ZERO oder auch frühere Ikonen dieser Gangart wie CYCLONE TEMPLE oder WRATHCHILD AMERICA denken lässt.

Kurzum: Dieses „Wildgulasch ist ein verdammt leckeres geworden, Schmackofatz!

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07.11.2012

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