San Quentin - Eet Fuk

Review

Nachdem in den letzten Jahren sehr viele junge Bands aus den Staaten dem Thrash der alten Schule verfallen sind, kommt hier nun endlich die deutsche Antwort. Und zwar in Form von vier Jungs, die mit ihrer Combo SAN QUENTIN seit kurzem die Gegend um NRW unsicher machen.

Ursprünglich aus ganz verschiedenen, wenn auch anspruchsvollen, musikalischen Gefilden gestartet, fand die Truppe auf Umwegen zusammen um fern von jeglichen Trends und Anbiederungen ihre ganz eigene Vorstellung des Metals zu zocken. Und wie es der Zufall so will, deutete alles in Richtung Thrash. Das zelebrieren die Euskirchener auf ihrem ersten Output „Eet Fuk“ auch ganz deutlich. Die vier Tracks könnten authentischer nicht sein, sind technisch auf einem hochwertigen Niveau (man höre nur einmal das Solo bei „Aggressive Tendencies“) und wissen allesamt zu überzeugen. Als Wurzeln werden zwar Acts wie METALLICA, MEGADETH oder TESTAMENT genannt, spontan erinnert das Werk allerdings an SACRED REICH zu Anfangstagen. Sänger Christian Winand hat stimmlich tatsächlich das Zeug, einem Phil Rind das Wasser zu reichen. Dass die Jungs allerdings nicht nur dem reinen hau-drauf-Klängen folgen, betont ein Stück wie „Torture Machine/Coma“, da der Track sehr nachdenklich und bedrückend ist, im späteren Verlauf allerdings wie die Lucie abgeht. So was konnte man in den 80ern häufig vernehmen (z.B. von DESTRUCTION), bis heute musste man solche Kompositionen allerdings oft missen. Kurios ist dabei noch, dass die Band bei keiner Sekunde deutsch klingt.

SAN QUENTIN veröffentlichen mit „Eet Fuk“ ein kleines Thrash-Feuerwerk, dass sicherlich ihre Hörerschaft finden wird. Zwar ist die Produktion ein wenig ruppig, vor allem das Schlagzeug wirkt etwas pappig, und minimale Timing-Schwächen treten hier und da auf, allerdings haben die Kerle das Beste aus ihren Bedingungen gemacht (siehe auch das geile Making Of auf der bandeigenen Homepage!). Die vollwertige Langrille kommt bestimmt, ich bin schon mal gespannt. Fans der genannten Bands sollten SAN QUENTIN eine Chance geben, genauso wie Anhänger von ANTHRAX, LÄÄZ ROCKIT oder EVIL DEAD. Zu haben ist das gute Stücke für lächerliche fünf Euronen (zzgl. P+V) unter der angegebenen Kontaktadresse.

04.07.2008

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