Sirenia - Arcane Astral Aeons

Review

SIRENIA gehören unbestritten zu den Urgesteinen der Symphonic-Metal Bewegung. Bereits seit 2001 touren die Norweger durch Europa und konnten auf ihrem bisherigen Weg einige Fanherzen gewinnen. Nicht ganz einfach, wenn man an die Fülle von Bands in diesem Subgenre denkt. Nach einigen Besetzungswechseln scheint man nun die Ideal-Formation gefunden zu haben. Sängerin Emmanuelle gab vor 2 Jahren ihren Einstand und fand nicht nur bei alten Wegbegleitern der Band Gefallen. Ob sich der gute Weg auf „Arcane Astral Aeons“ fortsetzt?

Stetig ist nur der Wandel – SIRENIA

Der Einstieg fällt nicht allzu leicht. „In Styx Embrace“ braucht einige Hördurchläufe, kann dann aber dank der guten Geschwindigkeit punkten. Emmanuelles Stimme passt hervorragend zu der Komposition und so werden Fans des weiblichen Gesangs auf ihre Kosten kommen. Die zweite Single „Into the Night verfügt zwar über eine einprägsame Keyboard-Melodie, allerdings fehlt der gewisse Schuss Einzigartigkeit, den man bei „Love Like Cyanide“ direkt im Anschluss frei Haus geliefert bekommt. Etwas poppig am Anfang entwickelt dieser Beitrag allerdings eine unglaubliche Dynamik und explodiert zum Refrain buchstäblich. Die überraschenden Growls treffen den geneigten Zuhörer wie ein Sommergewitter. So schreibt man unsterbliche Tracks. Ein wahres Meisterwerk, das auch live eine ganz eigene Magie versprühen wird. Bei „Desire“ zeigen sich SIRENIA wie niemals zuvor. Mit einer hypnotischen Melodie und interessanten Breaks erschaffen die Musiker ein Machwerk, das sich dem CD-Käufer erst erschließen muss, dann aber fast die Boxen sprengt.

„Asphyxia“ präsentiert sich verstörend, wie ein Glaslabyrinth in der Dunkelheit. Apokalyptisch-düster zeigt sich „Queen of Lies“. Die Anklage kommt in Form von knallharten Growls, die den Song prägen. Emmanuelles Vocals treten etwas in den Hintergrund, ehe sie ab dem Refrain wieder die Regie übernimmt. Ein interessantes Duett, das direkt in die Gehörgänge geht. Für alle Headbanger dürfte „The Voyage“ ein inneres Blumenpflücken sein. Ein stampfender Bass und abwechslungsreicher Songverlauf veredeln diesen Beitrag, dem sich Emmauelle mit Leib und Seele hingibt. Die Spielfreude dieser Band ist auch im 17. Jahr des Bestehens nicht verblasst und so ist „Aerodyne“ ein Stück, bei dem sich SIRENIA richtig ausleben konnte. Industrial-Anleihen treffen auf satte Riffs und die typische Symphonic-Metal Stimmung, die diese Band auszeichnet. Nomen est Omen, daher macht „The Twilight Hour“ seinem Namen alle Ehre. Ein Epos, das den Zuhörer auf eine unbeschwerte Reise entführt und dabei tief in die Gedankenwelt von SIRENIA eintaucht. Mit dem verträumten „Glowing Embers“ wird dieses Album beschlossen. Eine Nummer, die zum Träumen einlädt.

Experimente und Altbewährtes – Arcane Astral Aeons

Fazit: SIRENIA untermauern ihren Ruf als gute Symphonic-Metal Band auch mit diesem Album. Die Tracks sind zum großen Teil eingänglich und verfügen über eine gute Portion Härte. Einen richtigen Hit sucht man hier allerdings leider vergebens. „Arcane Astral Aeons“ sollte man als Gesamtwerk betrachten und auch so genießen. Wer sich gern mit epischen Klängen und weiblichen Vocals befasst, bekommt hier ein opulentes Album geliefert.

 

 

 

03.11.2018
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