Sirenia - The Seventh Life Path

Review

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Mit “The Seventh Life Path” legen SIRENIA bereits ihr siebtes Studioalbum vor. Nachdem die vergangenen vier Alben der Norweger bei Nuclear Blast veröffentlicht wurden, erfolgte die Zusammenarbeit des aktuellen Longplayers zum ersten Mal seit 2004 wieder unter dem Label Napalm Records.

Alle elf Tracks der neuen Scheibe „The Seventh Life Path“ stammen aus der Feder des SIRENIA-Gründers Morten Veland und versprechen soliden Symphonic Metal, bombastische Chöre und harte Gitarrenriffs zu Sängerin Aylins glockenklarer Stimme. Schon die vorab veröffentlichte Single „Once My Light“ lässt die Richtung vermuten, in die die aktuelle Platte geht. Die Längen der Songs (teils über acht Minuten) lassen keinen Mainstream erwarten, die Klangqualität der neuen Platte lässt aber teils noch zu wünschen übrig.

An den durch kompakte Chöre glänzenden Opener „Seti“ schließt sich mit „Serpent“ ein klassischer Gothic Metal-Song an, getragen von tief gestimmten Gitarren und dem Gegensatz von Velands brachialen Grunts und Sängerin Aylins sirenenhaftem Gesang. Unheimliche Keyboardsounds schaffen eine dichte Atmosphäre, auch findet sich ein technisch ausgezeichnetes Gitarrensolo in dem Song. „Once My Light“, zu dem im Vorfeld bereits ein Musikvideo gedreht wurde, erregte bereits die Gemüter: So befanden einige SIRENIA-Fans den Song für nicht eingängig genug und die Aufnahmequalität des Stückes für schlecht. Eingängige Gitarrenmuster können nicht über Sängerin Aylins begrenzte stimmliche Fähigkeiten hinwegtäuschen. „Elixir“ bietet hingegen weitaus melodischere Eingängigkeit und sehr stimmige Lead Vocals von Morten Veland, Keyboards und Gitarren verbinden sich hier zu einem harten, stimmigen Sound. „Sons Of The North“ ist der längste Titel des aktuellen Albums: Sehr rhythmische Gitarren bestimmen das Stück, die von Grunts getragenen Strophen harmonieren gut mit Aylins Chorus. Leider können sich die Chöre nicht dynamisch entfalten und gehen im technisch aufgeladenen Sound ziemlich unter.

In „Earendel“ wird der bombastische, aber sehr kantenlose Keyboardklang genauso weitergeführt. Hier wird dem Hörer ein charmanter Walzer-ähnlicher Zwischenpart geboten, in dem auch die weiblichen Vocals sehr gut sitzen. Der melodisch angenehme Refrain verschluckt Aylins zarte Stimme leider zusehends. Das energiegeladene „Concealed Disdain“ bietet starke orchestrale Parts und kraftvolle Chöre im Kontrast zu SIRENIA-Sängerin Aylins fragiler und reizvoll betörender Stimme. „Contemptuous Quietus“ erinnert ebenso wie der Vorgänger-Song stark an Stücke im Stil von EPICA. Auch im balladesken Schluss-Track „Tragedienne“ kommt Aylins zarte, elfengleiche Stimme wunderbar zum Tragen – ein echtes Highlight!

SIRENIAS neue Scheibe präsentiert gewohnt dynamischen Gothic Metal in teils Soundtrack-ähnlicher Gewandung, wenn auch ohne große Entwicklung im Vergleich zum Vorgänger „Perils Of The Deep Blue“. Leider leidet die gesamte Scheibe qualitativ an übersteigertem Technik-Einsatz, der einen einheitlichen, zu glatt gebügelten, blechernen Klang kreiert.

Obwohl Spanierin Aylin bereits seit 2008 bei der Symphonic Metal-Combo dabei ist und „The Seventh Life Path“ das vierte gemeinsame Album ist, scheint ihre stimmliche Entwicklung an Grenzen gekommen zu sein. Liebhabern wird die stilsichere Verwendung der Genre-typischen „The Beauty and the Beast“-Motivik im neuen Album aber sicher zusagen. Ein Longplayer, der erst bei mehrmaligem Hören sein volles Potential entfaltet.

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04.05.2015

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