Skullhammer - Where Skulls Pile High

Review

SKULLHAMMER aus Bottrop ist eine junge Death-Metal-Band, die sich 2024 gegründet hat. Die Mitglieder sind keine Neulinge, denn sie spielten bereits in verschiedenen Bands und waren gemeinsam bei den 2010 aufgelösten END OF DAYS aktiv. Mit „Where Skulls Pile High“ legt das Trio seine erste Veröffentlichung vor. Sieben Songs plus Intro ergeben fast ein Album, doch mit 25 Minuten Spielzeit vermarktet die Band das Werk als Debüt-EP.

SKULLHAMMER haben viel Aufwand in ihre Debüt-EP gesteckt

Auf den ersten Blick wirkt SKULLHAMMER wie eine weitere Todesblei-Kapelle mit brutalen Fantasy-Motiven. Doch dahinter steckt mehr: Die Musiker haben eine Begleitgeschichte entwickelt, die auf ihrer Homepage nachzulesen ist. Der „Skullhammer“ spielt darin als zentrales Artefakt eine wichtige Rolle. Die Story klingt nach spannender Dark Fantasy und würde auch als Buch funktionieren.

Musikalisch sind Einflüsse großer Namen hörbar: BOLT THROWER, OBITUARY, DYING FETUS und MORBID ANGEL standen Pate für den Sound. Auffällig ist die druckvolle Produktion, die einem mit Wucht die Kauleiste poliert und einem Label-Release in nichts nachsteht. Zusammen mit dem aufwendig gestalteten Digipak, der professionell designten Website und dem stimmigen Konzept ergibt sich ein rundes Gesamtbild.

Die Songs bieten treibenden Death Metal, der das Tempo hochhält, ohne ständig Vollgas zu geben. Mit diesen Einflüssen ist der Sound von SKULLHAMMER treffend beschrieben – Dampfwalzenfaktor inklusive. Wem der fiktive Hintergrund egal ist, kann die EP dennoch genießen. Vom groovenden „Principium“ über das alles niederwalzende „Berzerker Fury“, das keine drei Minuten für sein Statement braucht, bis zum abschließenden „Hammered“: Den Namen SKULLHAMMER werden Death-Metal-Fans so schnell nicht vergessen.

„Where Skulls Pile High“ setzt ein Ausrufezeichen

Viel Druck, starke Gitarrenriffs, die teils schöne Twin-Leads spielen, saubere Produktion und knackige Songs – SKULLHAMMER legen eine überzeugende EP vor. Hält die Band dieses Niveau auf ihrem Debütalbum, dürfte hier die nächste Todesblei-Hoffnung heranwachsen.

22.02.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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