Stick To Your Guns - Comes From The Heart

Review

Galerie mit 21 Bildern: Stick To Your Guns auf dem Knockdown Festival 2018

Ist “Comes From The Heart“ in den U.S. of A. bereits ein gutes Weilchen auf dem Markt, kommt der metalgeschwängerte Hardcore von STICK TO YOUR GUNS nun auch bei uns an. Im Gegensatz zum Amerika-Release kommt “Comes From The Heart“ mit leicht verändertem Coverartwork und vier zusätzlichen Tracks in die Läden, die auch schon auf der ersten EP “For What It’s Worth“ vertreten waren. Ein ansprechendes Päckchen hat uns ihre neue Labelheimat Century Media da zusammengeschnürt um den Longplayer an den Mann/die Frau zu bringen.

STICK TO YOUR GUNS reihen sich in die Riege der metallischen Hardcore Bands gleich neben TERROR und HATEBREED ein. Schnell nach vorne preschende Hardcore-Riffs, massig 2-Step-Parts und jede Menge wuchtige Breakdowns werden um viel Melodie und clean gesungene Refrains erweitert. Hin und wieder einmal halten dann Metal-Riffs Einzug und werden geschickt mit dem Rest verwoben. Ohne Schwierigkeiten presst Frontmann Jesse Barnett sein leicht prollig angehauchtes Gebrüll – nicht selten wird ihm der Rücken noch durch Crew-Shouts gestärkt – aus den Stirnhöhlen oder entlockt seinen Stimmbändern die melodischen Anteile, die den Songs eine unverkennbare Note aufdrücken.
Diese Symbiose aus thoughem Hardcore und teils schon zuckersüßen Melodien läuft gut rein, wirkt meist nicht gekünstelt und eine gute handvoll Kracher finden sich in der erste Hälfte wieder. Nur geht den Orange County Jungs hinten raus ein wenig die Luft aus und die Songs flachen merklich ab und wissen nicht mehr so zu überzeugen wie nach dem fulminanten Beginn. Da wäre streckenweise sicher mehr drin gewesen.

STICK TO YOUR GUNS wurden nach der Debüt-EP als hoffnungsvolle Anwärter auf den Hardcore-Thron gehandelt. Sie können diesen Anspruch mit “Comes From The Heart“ zwar noch nicht ganz ausfüllen, aber zumindest weiter ausbauen und eine größerer Fanschar, mit einem größeren Label im Rücken, hinter sich versammeln. Anhänger der oben genannten Bands, sollten auf alle Fälle einmal reinhören.

P.S.: Wer sich ein Bild der Live-Qualitäten machen will, kann dies im September und Oktober auf der Hell on Earth Tour in Angriff nehmen.

14.08.2008

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