T.E.R. - Pictures From The War

Review

Intros mit Kriegs- und Schlachtgeräuschen sind mittlerweile so spannend und ausgeluscht wie Klopapier (und somit ebenfalls für den Arsch!). Aber wenn man seine Platte schon „Pictures From The War“ nennt, mussten eben gleich die passenden Töne mitgeliefert werden.
Anyway, einige werden bestimmt schon den gelangweilten Unterton in meiner Schreibe mitbekommen haben… Grund dafür sind TYRANNIC ETHICAL RECONSTRUCTION (aha!), die sich auf ihrem ersten Demo einer Mischung aus altgedientem Thrash und Death verschrieben haben. Als Vergleich seien die alten SEPULTURA ohne ihren Sinn für ein Songwriting reich an Höhepunkten herangezogen. Für die krawalligen Thrashparts sorgt dabei die Gitarrenfraktion, die zwar keine schlechten Riffs vom Stapel lässt, aber auch nichts hervorbringt, was einen ob der Fähigkeiten dieser italienischen Jungspunde Bauklötze stauen ließe. Für den Death Metal-Anteil zeigt sich Sänger Horus mit seinem Röchelgrunzkreischen verantwortlich, mit dem er uns das Konzept des übergeordneten Kriegsthemas näher bringen will. „Trotz verschiedener Stimmlagen eindimensional“ trifft seine Leistung wohl am besten. Tja, wie es eben früher schon im Geschichtsunterricht war, so ist es auch hier: Umso unspektakulärer der Lehrer seinen Unterricht bestreitet, umso mehr Schüler werden am Ende der Stunde erst durch den Gong geweckt und haben rein gar nichts von den an sich wichtigen Sozialthemen mitbekommen. Einzig die Soli überraschen, weil sie in einer solch hohen Frequenz nicht zu erwarten gewesen sind.
Doch wie aus dem Nichts, ballert einem auf einmal der Rausschmeißer „Bleeds For War“ den Schlaf aus den Augen und liefert ein Beispiel dafür, dass diese 2004 gegründete Truppe doch was drauf hat. Unaufhaltsam prescht der Thrash-Train voran, getragen von einem gut ausbalancierten Vokalduell zwischen Kreischen und Growlen. Warum nicht gleich so?!?
Ist dieser letzte Track ein Fingerzeig für das bereits in Angriff genommene, erste richtige Album, sollte man ein Auge darauf werfen. Wenn nicht, dann kann man T.E.R. getrost in die graue und große Schublade des Vergessens einsortieren, wo sie viele ihrer Landesgenossen wieder treffen dürften.

26.09.2005

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