The Day Of The Beast - Indisputably Carnivorous

Review

Mit dem Labelwechsel zu Prosthetic Records veröffentlichen THE DAY OF THE BEAST mit ‟Indisputably Carnivorous” bereits ihr viertes Album. Die Death-Metal-Band aus dem US-Bundesstaat Virginia spielt schnellen, angeschwärzten Death-Thrash-Metal in seiner extremsten Form. Die Vorliebe der Musiker für Horror-Fiction findet in den Texten Ausdruck und passt hervorragend zur bedrohlichen Musik, die ganz stark im klassischen Thrash Metal verwurzelt ist.

Indisputably Carnivorous” ist ein Biest von einem Album

Die Platte strotzt vor reiner Aggression, kanalisiert das Böse in allen 10 Tracks und ist der perfekte Soundtrack zu jedem wütenden Albtraum, der zum Leben erweckt wird. Die apokalyptischen, von Horror inspirierten Geschichten durchleuchten die dunkelsten und schmutzigsten Ecken der menschlichen Psyche. Jeder Song hat sein eigenes spezielles Thema, wobei die Inspiration von CLIVE BARKER, BRAM STOKER und LOVECRAFT stammt. Der Albumtitel ist aus dem Roman ‟The Wells Of Hell” von GRAHAM MASTERSON entliehen, der Titeltrack selbst basiert hauptsächlich auf diesem Buch.

Ein Höllenritt in zehn Runden

Das Ergebnis ist eine Death-Thrash-Metal-Granate mit Schleudertrauma-Garantie im modernen Gewand. Das Vermächtnis des Genres wird hier zelebriert und man fühlt sich an die Großtaten von MALEVOLENT CREATION und DEMOLITION HAMMER erinnert. Gleichzeitig verleihen THE DAY OF THE BEAST ihren Songs eine eigene Note. Sänger Steve Harris beherrscht die typischen Thrash-Metal-Vocals par exellence und kombiniert sie sehr oft mit markanten Death-Metal-Growls. Besonders hervorzuheben ist das Gitarrenduo, das sich großartige Riff- und Solo-Schlachten liefert und stets ein hohes Maß an Melodie und Wiedererkennungswert in die Songs einfließen lässt.

Unbestreitbar Fleischfresser!

Nach einem kurzen Intro startet das Album mit dem soliden, geschwärzten Death-Thrash-Opener ‟Corruptor-Infestor” und stimmt einen bestens für den bevorstehenden Headbanging-Marathon ein. Hier werden im Refrain gleich die Blastbeats ausgepackt, während Harris die tiefe Death-Metal-Stimme hervorholt.

‟Disturbing Roars at Twilight” legt ebenfalls ein hohes Tempo vor, setzt dabei allerdings mehr auf klassisches Death-Thrash-Feeling. Einen Anteil daran haben wiederum die Vocals, die weniger Death-Metal-lastig angelegt sind. Ein wirklich eingängiger Song.

Mit dem Titeltrack ‟Indisputably Carnivorous” und ‟Enter The Witch House” folgen zwei weitere starke Stücke. Letzteres ist ein regelrecht eingängiges, mittelschnelles Headbanging-Monster. Der Titeltrack besitzt einige nicht zu verleugnende CARCASS-Momente zu ‟Necroticism”-Zeiten, mit gut hörbaren Tiefen im Mastering.

‟Annihilation Prayer” wiederum ist die pure Raserei. Ein Song mit inbrünstig vorgetragenen Vocals und einem Refrain, der einen erschaudern lässt. Die Lead-Gitarren gehen sofort ins Ohr und werden jeden Death-Metal-Fan jubeln lassen.

Mit ‟Venomous Procession” und dem folgenden ‟On Top Many Layers of Horror” fällt das Niveau ein klein wenig ab. Auch nach mehrmaligem Hören, rauschen diese zwei Tracks im Eiltempo an einem vorbei, ohne dabei wirklich in Erinnerung zu bleiben.

‟Black Forms Materialise” löst beim Hörer mit dem klassischen, galoppierenden Thrash-Riffing und dem sehr eingängingen Refrain einen unmittelbaren Bewegungsdrang aus. Live wird der Track sicherlich auch gut funktionieren.

Einen echten Anspieltipp liefert ‟Judas in Hell be Proud”. Die beiden Gitarristen harmonieren dabei hervorragend miteinander und liefern sich pfeilschnelle Duelle. Die grandiose Mischung aus Death Metal und Thrash der alten Schule sticht auf diesem Track wirklich heraus und ist ein definitives Album-Highlight.

‟On Wyverns Wings to Oblivion” beschließt das Album und vereint noch einmal alle Stärken von THE DAY OF THE BEAST, bevor sie einen völlig k.o. aber glücklich zurücklassen.

THE DAY OF THE BEAST haben ihre Hausaufgaben gemacht

Mit ‟Indisputably Carnivorous” ist der Band ein erstklassiges, geschwärztes und modern produziertes Death-Thrash- Album gelungen, das rasante und eingängige Headbanging-Riffs liefert, die einen von Anfang bis Ende gefangen nehmen. Trotz der unerbittlichen Härte und Wut ist das Album weder eintönig noch anstrengend. Dank des gleichermaßen scharfen Gespürs der Gitarristen Steve Redmond und Bobby Phippins für einprägsame Melodien, peitschenden Leads und grandiosen Soli wird die Liebe der Band zum Thrash noch einmal unterstrichen.

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18.06.2021

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