Victim - Nuclear Nightmare

Review

Es gibt beziehungsweise gab mehrere Bands in Deutschland, die VICTIM heißen. Übrig geblieben ist nur die Thrash-Metal-Band aus Weimar in Thüringen, die nach mehreren EPs – darunter „Blood Will Follow Blood“ von 2015 – und dem Debüt „Planet Of Graves“ von 2022 nun ihr zweites Album „Nuclear Nightmare“ vorlegt. Der Titeltrack und das Cover greifen das im Genre häufig verwendete Thema des nuklearen Niedergangs auf. Die Band veröffentlicht die Platte in Eigenregie auf CD und Vinyl über das eigene Label Pure Music Addiction Records.

VICTIM beschwören den nuklearen Albtraum

Auf VICTIMs zweitem Werk finden sich acht Thrash-Songs mit einer Laufzeit von rund 40 Minuten. Die Stücke bewegen sich häufig im Midtempo und eignen sich zum Headbangen im Club. Die Vocals von Sänger und Gitarrist Hanny sind rau und genretypisch aggressiv ins Mikrofon gebrüllt.

Eine gute Figur macht „Nuclear Nightmare“ mit seinen Longtracks – der Titelsong läuft über acht Minuten und spannt immer wieder den Bogen zum eingängigen Refrain – sowie in schnelleren Passagen wie bei „Pinnacle Of Immorality“. Zu diesem Track lässt sich ein feiner Moshpit anzetteln.

Für eine Eigenproduktion geht der Sound in Ordnung: erdig, oldschool und trocken. Etwas mehr Druck hätte nicht geschadet, doch ein Hochglanz-Album wie aktuelle KREATOR-Veröffentlichungen will „Nuclear Nightmare“ nicht sein.

„Nuclear Nightmare“ – klassisch, erdig, kernig

Mit ihrem zweiten Album liefern VICTIM ein ordentliches, handgemachtes Thrash-Album ab, das stellenweise mehr Tempo vertragen könnte. Insgesamt steckt viel Potenzial in der Weimarer Band – die Livetauglichkeit der Songs lässt sich hoffentlich bald testen.

21.02.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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