
Habt ihr euch nicht schon immer gefragt, wie Lieder von Größen wie LED ZEPPELIN, den ROLLING STONES oder MOTÖRHEAD interpretiert von tuwinischen Folkmusikern klingen würden? Nein? Keiner? Und genau hier liegt wohl das Problem, soviel sei vorausgeschickt. Authentisch verwirklicht, ohne Frage, kann beispielsweise der Gesang traditionelles „Throat-Singing“ (Kehlkopf-Oberton-Gesang) vorweisen, welches aber in der Praxis für mitteleuropäische Hörgewohnheiten schwer gewöhnungsbedürftig ist. In den Ohren eines Weltmusik-Laien, zu denen ich mich ohne Zweifel zählen würde, klingt das in etwa wie ein älterer Mann, der seit frühester Kindheit eine Schachtel Zigaretten am Tag konsumiert hat und nach einer ausschweifenden Sauftour vor sich hin singend nach Hause torkelt.
Die Auswahl der Coversongs ist breit gefächert und nicht durch und durch Rock n Roll tauglich (KRAFTWERK, BOB MARLEY, …). Den jüngeren Semestern unter den Metalfans werden aber auch Pop Bands wie zum Beispiel JOY DIVISION gänzlich unbekannt sein. In der Szene dürfte da wohl eher das durch SLAYER bekannte „In A Gadda Da Vida“ für Interesse sorgen. Durch die vollkommen andere, traditionell asiatische Instrumentierung und dem bereits erwähnten kehligen Gesang ist es aber teilweise sogar schwer, die Lieder mit dem Booklet in der Hand zu erkennen. Alles in allem ein Experiment, welches zwar einen großen Exotenbonus vorzuweisen hat, zu keinem Zeitpunkt aber über ein solches hinausgeht.

































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