Schandmaul
Track-By-Track zu "Sternensegler"

Special

Letzten Freitag veröffentlichten SCHANDMAUL ihr neues, mit Spannung erwartetes Album „Sternensegler“. Es ist das erste mit ihrem neuen Frontmann Till Herence, an den Thomas Winkler nach seiner überstandenen Krebserkrankung das Mikrofon weitergereicht hat. Winkler hat uns ein umfangreiches Track-by-Track für alle Songs überlassen, sodass ihr noch tiefer in den „Sternensegler“ eintauchen könnt. Viel Spaß beim Lesen.

Lass Nicht Los:

Wer bestimmt eigentlich, was „normal“ ist? Manchmal muss man abseits der ausgetretenen Pfade gehen, um sich zu heilen. Hier geht es nicht um Wahnsinn im pathologischen Sinne, sondern um die Abweichung von der „Norm“, die aber dem eigenen Wesen entspricht, eine Gesellschaft bereichern kann und an der es festzuhalten gilt, auch wenn es stürmisch wird.

Trag Dich:

Hoffnungslos übermüdet, erschöpft, gestresst und dennoch trage ich auf den Armen das größte Geschenk des Lebens. Alles andere ist unwichtig und der Moment bleibt bis in alle Ewigkeit. Die Zeit ist kurz.

Flagge:

Kräften, die wieder in dunkelste Vergangenheiten der Menschheitsgeschichte zurückwollen, gilt es etwas entgegenzusetzen. Die Vielfalt muss lauter sein und Hass und Hetze dürfen nicht gewinnen. Wir setzen die Flagge auf Sturm. Denn nie wieder ist JETZT.

Nosferatu:

Die Geschichte einer unmöglichen Liebe … oder einfach eine Vampirgeschichte.

Nimm Alles Mit:

Eine Schutzmauer um sich herum – aus Angst vor Verletzung, Enttäuschung und Verlust hat man den Panzer derart dick gebaut, dass ihn absolut gar nichts mehr durchdringen kann, nicht einmal Zuneigung, Freundschaft oder gar Liebe. Was bleibt, ist Einsamkeit. Sollte man es vielleicht doch wagen, sich wieder ein Stück zu öffnen? Dem Glück die Möglichkeit geben einzutreten?

Wo Sprache Aufhört:

Wer kennt nicht das Gefühl, dass einem die Worte fehlen – besonders dann, wenn es um das Ausdrücken von Gefühlen geht? Wie schön wäre es, in solchen Momenten so etwas Wunderbares wie die Musik für einen sprechen lassen zu können?

An Beiden Enden:

Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter! Verschiebe nichts auf morgen, denn du weißt nicht, wie viel Zeit dir wirklich bleibt! „Lieber will ich ein prächtiger Meteor sein, in dem jedes Atom herrlich glüht, als ein langlebiger, verschlafener Planet.“ Dieses Zitat von dem Schriftsteller Jack London stand für sein Leben und sein Schaffen und inspirierte auch den Text zu diesem Lied

Beide Füße In Der Luft:

Die rastlose Geschichte eines Falschspielers. Ein Zinker, der seinem Glück im Spiel gerne etwas nachhilft. Rastlos, ruhelos und unermüdlich und fortwährend auf der Flucht vor seinen Häschern, die ihn gerne zum letzten Tanz laden würden – mit beiden Füßen in der Luft!

In Der Hand:

Ursprünglich inspiriert von einem Fantasy-Heldenepos aus der Chronik der Drachenlanze, in dem eine Gruppe von Abenteurern – die ihre Sturm-und-Drang-Zeit schon längst überschritten hatten – sich noch einmal aufmachte, um die Welt zu retten. Vielleicht eine Analogie zu dieser Band, denn: Sind wir fertig? Haben wir schon alles gesagt, was wir sagen wollten? Niemals!

Sternensegler:

Hand in Hand mit dem geliebten Menschen im Mondlicht am Ufer eines Sees liegen und in die Sterne blicken. Ach, könnte dieser Augenblick doch für immer bleiben. Oder besser noch: Mit dem Sternensegler in die unendlichen Weiten segeln und am Firmament neue Sternbilder entflammen …

Zwei Raben:

Zwei Liebende, zwei Gefährten, zwei Freunde, die seit einer gefühlten Ewigkeit gemeinsam durch dick und dünn und durch alle Höhen und Tiefen des Lebens gehen. Eine Einheit. Eine Bande. Zweisam – wie zwei Raben!

Quelle: Schandmaul / Napalm Records
15.09.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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