Psyopus
Psyopus

Interview

Mit ihrem Zweitwerk "Our Puzzling Encounters Considered" veröffentlichten die Psycho-Amis von PSYOPUS ein wirres und polarisierendes Stück Musik. Doch was steckt dahinter? Krach oder Kunst? Mathematik oder Berechnung? Allerhöchste Zeit für eine kurzen Plausch mit Gitarrero Chris.

PsyopusGewähre mir doch bitte einen kurzen Einblick in die Geschichte von PSYOPUS.
Was bedeutet der Name überhaupt?

Die Geschichte von PSYOPUS fing mit mir an. Ich nahm technische und komplexe Songs für einen Acht-Tracker auf, und wollte hier in Rochester eine Bands namens STRANGLEFUCK an den Start bringen. Auf diesem Weg fand ich Greg Hermann, Fred Decoste und Adam Frappolli. Die Band hieß nun PSYOPUS.
Mit der Vorsilbe Psy, für psychologisch oder psychotisch, besitzt PSYOPUS die Bedeutung von verrückter, erkennende Musik. Für unsere Musik benötigt man ein bisschen mehr bewussten Aufwand, um sie angemessen genießen zu können.

Wie würdest du die Musik von PSYOPUS beschreiben und wo liegen eure Einflüsse?

Die Musik von PSYOPUS ist dysfunktional, regimekritisch, hyperaktiv, bizarr und unorthodox. Unsere Einflüsse sind Bands wie LETHARGY, KALIBAS, PIG DESTROYER, MEGADETH in der „Rust In Peace“-Ära und alles was wir sonst noch anhören.

Um was drehen sich denn eure Texte?

Die Texte handeln von einer großen Bandbreite ungehobelter Dinge. Die Themen auf dem neuen Album drehen sich um die Idee, wie verschiedene Beziehungen Konfusionen und Verstärkungen in den Umlauf bringen. (Aha… – Anm. d. Verf.)
Unsere Texte packen das beschaulich an, um die Sichtweise dritter Personen auf solche Ideen zusammenzufassen.

Wie fällt deine Reaktion auf die Aussage „Ich verstehe eure Musik nicht!“ aus?

Macht manchmal schon Sinn. Die Musik ist absolut etwas für Kenner. Und wenn man eben kein Kenner ist, wird man die Musik eben nicht mögen.

Benötige ich Basiswissen in Mathematik, um eure Musik zu verstehen?

Nein. Du musst dir einfach oft das Album anhören und mit den Senkungen und Kurven, die die Musik kreiert familiär werden.

Wie läuft denn der Prozess des Songwritings bei euch ab? Ist das eine Art Free-Jazz-Jam im Proberaum oder lässt sich das mit dem Zusammensetzen einer Formel vergleichen?

Wir versuchen das Material auf möglichst verschiedene Weisen zu schreiben. Ein guter Prozentsatz des neuen Materials wurde beim Denkprozess jedes Einzelnen kreiert. Der andere Prozentsatz wurde beim wilden und spontanen Jammen im Proberaum entwickelt. Zudem wurden auch noch Parts zwischen diesen beiden Möglichkeiten geschrieben. Wir denken, dass diese Mixtur dem Material hinsichtlich frischer Ideen zu Gute kommt. So schreiben wir auf jeden Fall nicht immer das Gleiche.

Du hast vor einiger Zeit den regionalen LIMP BIZKIT-Contest, zur Findung eines neuen Gitarristen, gewonnen. Letztendlich hast du es nicht geschafft.
Wie würden sich denn PSYOPUS ohne dich anhören? Und vor allem, wie würden sich LIMP BIZKIT mit dir anhören? Ähnlich verrückt?

Der LIMP BIZKIT-Wettbewerb war meine Alternative zu einem Job in einer Plastik-Fabrik. Ich interessiere mich weniger für deren Musik. Zu dieser Zeit existierten PSYOPUS noch gar nicht. Einige Arbeiter aus der Plastik-Fabrik brachten mich auf die Idee bei diesem Wettbewerb mitzumachen.
LIMP BIZKIT würden sich mit mir „gay as fuck“ anhören (Übersetzungsmöglichkeiten: schwul wie ein Fick, stockschwul oder fickfröhlich – Anm. d. Verf.).

Erkläre mir bitte den Link zu Tony Danza Tap Dance extravaganza auf eurer Page.

Ach, das sind gute Freunde. Wir haben einige Dates zusammen gespielt (?), beide Bands sind große Fans unserer Musik (??).

Wie kann man denn die Aussage „We rock you almost as we annoy you“ verstehen?

Wir wissen, dass eine große Anzahl an Leuten, denen wir am Arsch vorbei gehen, einfach nicht verstehen, was wir machen. In großer Anzahl die Dummkopf-Hardcore-Fans. Wir haben so viele Beschwerden naiver Natur erhalten, so dass wir für ein Menge einfach nur Krach sind.

Ihr seid im Magazin Rock Sounds als einer der 100 heißesten Bands für 2007 aufgelistet. Zusätzlich habt ihr Endorsement-Deals und eine Kolumne in Decibel-Magazin.
Wie konnte das denn alles passieren?

Da bin ich mir nicht sicher. Aber ganz schön cool, was? (Ähhh, ja! – Anm. d. Verf.)

Was sind denn die nächsten Schritte in eurer großen Karriere?

Unsere große Karriere? Hahaha, mhhhh…., auf coole Touren aufspringen, mal nach Europa rüberkommen, und eher früher als später ein neues Album zusammenschrauben.

Habt ihr eigentlich alle in der Band so viel Körperbehaarung?

Fred hat keine, mein Arsch ist haarig, und auf den anderen Bandmitgliedern sehe ich nicht so viele Haare. Meine Freundin ist ein großer Fan von Körperbehaarung. Sie wie ich halt bin. Alles andere wäre auch nicht gut.

Deine letzten Worte an unsere Leser

Danke, dass ihr uns auscheckt. Eure Unvoreingenommenheit schätzen wir sehr und wir hoffen, ihr findet einen Zugang zu PSYOPUS. Wir hoffen, dass wir bald in Europa sein können!

21.03.2007

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