Vanderbuyst
Vanderbuyst

Interview

Erinnert sich noch jemand an POWERVICE? Jene niederländische Formation, die mit ihrer ersten und leider auch einzigen EP im Jahr 2005 gehörig Staub aufwirbeln konnte und damit weit über die Grenzen ihrer Heimat hinaus zu einem gefeierten Newcomeract im traditionellen Metal wurde. Selbst wenn die Band an sich nur kurze Zeit existierte, besteht kein Zweifel daran, dass sich die Burschen ein – wenn auch nur kleines – Denkmal setzen konnten, denn ihre schwer in den Frühzeiten der NWOBHM verankerte Musik wird auch heute noch in einschlägigen Fan-Kreisen verehrt. Mindestens so imposant wie die "Karriere" der Truppe selbst ist jedoch der Umstand, dass aus dieser Band nun bereits zum zweiten Mal ein wahrlich beeindruckender Nachfolger hervorgeht. Zusammen mit Selim Lemouchi, der mittlerweile mit THE DEVIL’S BLOOD zu einem gefeierten Helden auch außerhalb des Untergrundes avancierte, zählte ein gewisser Willem Verbuyst mit zum Line-Up von POWERVICE und eben jener steht nun mit seiner neuen Formation VANDERBUYST Gitarre bei Fuß, um es seinem ehemaligen Bandkollegen gleich zu tun. Das in Kürze erscheinende, selbstbetitelte Debütalbum des niederländischen Trios vereint die Essenz des klassischen 70er Jahre Hardrocks mit jener der NWOBHM und darf von Freunden dieser Genres bedenkenlos zu sich genommen werden. Aber Vorsicht: es besteht absolute Suchtgefahr, denn diese Jungs rocken wie Sau und das auf regelrecht infektiöse Weise! Was es zum Thema VANDERBUYST alles zu wissen gibt, erörterte der Meister persönlich:

VanderbuystGehe ich recht in der Annahme, dass sich der Bandname von deinem Familienname ableitet? Oder ist es etwa anders rum, und du verwendest ein Pseudonym?

Der Name VANDERBUYST stammt von Richard Nijhuis, dem ehemaligen Bassisten von POWERVICE. Als diese Band noch beisammen war, kam er eines Tages mit der Idee daher, dass sich VANDERBUYST als Bandname ideal eignen würde, sollte ich es einmal im Alleingang versuchen wollen, so ganz im Sinne von VAN HALEN oder VANDENBERG [lacht]. Als es dann wirklich so weit war, setzte ich dieses Gedankenspiel fort, denn es gibt wohl kaum jemand, der nicht sofort weiß, womit er es dabei zu tun hat. Als VERBUYST wollte ich das Unternehmen ohnehin nicht starten, da mir das doch zu sehr nach einem Alleingang oder nach einem Solo-Projekt klingt.

Da wir schon beim Thema POWERVICE sind:
Was ist denn damals eigentlich schief gelaufen? Die Ansätze für einen Durchbruch sind fraglos vorhanden gewesen, geklappt hat es aber leider dennoch nicht. Hatten Selim und Du etwa schon in jener Zeit andere Musik im Hinterkopf?

Schwierige Frage. Zwar habe ich auch schon vor POWERVICE einige Erfahrung als Musiker sammeln können, doch richtig losgegangen ist es erst in jener Phase. Im Nachhinein betrachte ich POWERVICE als Sprungbrett, mit dem wir unser zahlreiche Fans erspielen konnten. Interessant zu wissen ist es, dass es rund um das Ende der Band die wildesten Spekulationen gibt. Es sieht so aus, als ob wir uns mit unserer einzigen Veröffentlichung einen wirklich guten Namen gemacht haben und es für viele Fans nur schwer zu verstehen ist, dass sich die Band bald darauf auch wieder aufgelöst hat. Doch die Motivation war zum Ende hin wirklich nicht mehr in jenem Ausmaß vorhanden, die es benötigt hätte, um weiter zu machen. Da wir mit einer quasi halbfertigen Scheibe, aber ohne Sänger da saßen, war jegliche Motivation innerhalb ganz kurzer Zeit dann völlig flöten gegangen und der Schlussstrich war abzusehen.

Ob Selim schon damals THE DEVIL’S BLOOD im Sinne hatte, kann ich Dir nicht sagen, von VANDERBUYST in der aktuellen Form jedenfalls hatte ich noch nicht einmal eine Idee. Aber eines könnt‘ ihr mir glauben, wenn sich Träume auf diese brutale Weise als Schäume herausstellen und diese Träume noch dazu von mehreren Freunden verfolgt worden sind, ist alles rundherum schlichtweg Sch…. Auf der anderen Seite muss man aber auch zugeben, dass kaum etwas mehr motivieren kann, wie sich nach einem solchen Tiefpunkt wieder aufrappeln zu müssen. Von daher war meine Energie und Kreativität nach dem Ende von POWERVICE und der Erkenntnis, dass daraus nicht mehr werden würde, immens.

Persönliche Differenzen, die ansonsten leider fast Usus sind in diesem Business, scheinen es aber nicht gewesen zu sein, die Selim und Dich bei POWERVICE auseinander gebracht haben, schließlich hat der Kerl ja auch bei VANDERBUYST einiges beigetragen.

Das stimmt. Selim und ich sind immer gute Freunde geblieben. Aber auch die anderen ehemaligen POWERVICE-Mitglieder sind nicht wirklich zerstritten. Im Gegenteil, wir hegen eine durchaus rege Freundschaft und treffen uns von Zeit zu Zeit auf das eine oder andere Bierchen. Als ich Selim darüber informierte, dass ich mit VANDERBUYST eine Neustart unternehme, stand er mir von Beginn an hilfreich zur Seite und bot sich förmlich an, uns zu unterstützen. Als wir unsere erste EP aufnahmen, hat er uns ausgeholfen und wenn er nicht dermaßen viel mit THE DEVIL’S BLOOD zu tun hätte, wäre er auch an der Produktion von „Vanderbuyst“ beteiligt gewesen. Aber zumindest hat er ja ein Solo für „Tiger“ eingespielt und das auf eine Art, die mich einmal zu ihm als Musiker aufblicken lässt.

Wie lange hat es denn eigentlich gedauert VANDERBUYST als Band an den Start zu bekommen?

Nach dem Ende von POWERVICE habe ich mir erst einmal eine Auszeit genehmigt und mehrere Monate in Südostasien verbracht. Dort hatte ich aber auch eine Gitarre bei mir und so entstanden die ersten Songideen. Doch das wichtigste war, dass ich bemerkte, dass es mich wieder in den Fingern juckte und ich loszulegen bereit gewesen bin. Kurz nach meiner Rückkehr kontaktiere ich Barry van Esbroek und Jochem Jonkman, die beide aus meinem Freundeskreis stammen, ob sie den Lust und Interesse hätten ein wenig zu jammen.
Schon beim ersten gemeinsamen spielen bemerkten wir, dass da etwas Magisches sein müsste, denn auch wenn wir jetzt nicht gerade unter professionellen Umständen zusammenspielen konnten, funktionierte die Musik einfach und wir hatten mächtig Spaß. Unsere gemeinsame Vorliebe für Hardrock musste einfach zusammen ausgelebt werden, ganz egal wo. So entstanden VANDERBUYST, aus Barry, dem Schlagzeuger, der wenig später richtig intensiv zu üben begann und zu einem wirklich guten Drummer geworden ist, Jochem, der nicht nur ein ganz guter Bassist, sondern vor allem ein exzellenter Sänger für unseren Sound ist und mir. Und was bitte braucht es schon mehr?

Verfolgt ihr als Band eine bestimmte Intention, oder reicht es aus, Musik in erster Linie für Euch zu schreiben und zu spielen?

Wir sind uns der Sache bewusst, dass es verdammt schwierig ist mit unserer Musik auch nur annähernd erfolgreich zu sein. Von daher gehen wir im Wissen an die Sache heran, Abstriche machen zu müssen und es wohl nur bedingt schaffen zu können. Hinter dem Unternehmen steckt in erster Linie eine Art gemeinsamer Traum, der VANDERBUYST heißt und von drei Männern gelebt wird.

Zumindest ein Teil dieses Traums scheint sogar durchaus realisiert werden zu können. Ganz so alltäglich ist es ja nicht, nach nur einem Demo schon einen Deal angeboten zu bekommen…
Von daher solltet ihr mit der Entwicklung der Band auch zufrieden sein, oder?

Oh ja, wir können sehr zufrieden sein. Es ist ja nicht nur irgendein Label, das wir hinter uns haben. Die Jungs von Van Records agieren überaus unterstützend und schmeißen sich ordentlich ins Zeug. Es scheint momentan wirklich alles super für die Band zu laufen. Als wir im September 2008 das Demo aufgenommen haben, existierte die Band erst seit einigen Monaten und dennoch war bereits einigermaßen Interesse an VANDERBUYST vorhanden. Im letzten Jahr konnten wir schon an die 30 Gigs absolvieren, was sich er nicht übel ist, hält man sich die erst kurze Geschichte der Band vor Augen und jetzt, nur wenige Monate später, haben wir unser Debütalbum bei einem renommierten Underground-Label am Start.
Viel mehr kann man wohl in dieser Zeitabschnitt nicht erwarten. Weiters muss ich noch erwähnen, dass wir auch einen verdammt agilen Booker (www.bidibooking.com) an unserer Seite wissen und deshalb auch in Zukunft viele Konzerte geben können. Wie sagt man so schön: „The Sky is The Limit“ [lacht]. Zwar geht zurzeit alles verdammt schnell, doch ich liebe es!
Manchmal träume ich davon das gesamte nächste Jahr in einem Bus zu verbringen, damit quer durch Europa zu tingeln und jeden Tag ein Konzert spielen zu können. Das wär‘ die Krönung!

Kann man nachvollziehen und würde auch uns Spaß bereiten. Eure Mucke muss live der Hammer sein, keine Frage, kommt aber schon auf Tonkonserve ungemein druckvoll aus den Boxen. Ein Vergleich zum Demo fällt für mich zwar leider flach, doch offenbar war die Produktion seinerzeit schon sehr zufriedenstellend, so dass ihr erneut Selim und Pieter G. Kloos im „Void-Studio” in Eindhoven heimgesucht habt um „Vanderbuyst“ aufzunehmen.
In wie fern haben denn die beiden Herren auch Einfluss auf die Musik gehabt?

Nur in jenem Rahmen, den man von Produzenten auch erwarten darf. Ganz so, wie Du vermutest, ist es aber nicht gelaufen. Selim hat zwar das Demo produziert und hatte Pieter Co-Produzenten zur Seite, doch für das Album konnte sich Selim von THE DEVIL’S BLOOD leider nicht in jenem Ausmaß loseisen, das wir gerne gehabt hätten, weshalb Pieter das Album im Alleingang produziert hat. Allerdings muss man hinzufügen, dass sowohl wir, aber auch Pieter, eine Menge von Selim gelernt haben. Er war es, der uns quasi beigebracht hat, dass man Songs nicht nur schreiben, sondern auch einigermaßen analysieren muss, damit bei aller Spontanität nicht allzu unkontrolliert losgebrettert wird.
Beim Komponieren der neuen Tracks haben wir diese Tipps berücksichtigt und von daher ist sein Einfluss durchaus vorhanden, selbst wen Selim nicht die Zeit hatte, uns direkt zu unterstützen. Doch auch Pieter muss lobend erwähnt erden, der Mann weiß schlichtweg alles, was man über Hardrock wissen muss und versteht es perfekt unseren Sound auszuloten.

Wie lange hat es denn im Endeffekt gedauert, bis die Songs fertiggestellt und aufgenommen waren?
Bitte mich nicht falsch zu verstehen, aber euer Album macht einen dermaßen spontanen Eindruck, dass ich das Gefühl habe, alles wäre verdammt hurtig abgelaufen…

Damit liegst du gar nicht so falsch. Wirklich lange hat es nämlich in der Tat nicht gedauert, wobei uns vor allem das Komponieren selbst ungemein leicht gefallen und rasch von der Hand gegangen ist. Die Ideen sprudelten quasi aus uns heraus und innerhalb von nur wenigen Stunden waren bereits einige der Basics fertig. Länger gedauert hat es logischerweise bei jenen Tracks, die auf den Ideen von Jochem basieren, da wir uns erst koordinieren mussten. Als die Basic-Tracks fertig waren haben wir umgehend mit den Analysen begonnen und legten uns auch in Sachen Proben und Zusammenspiel mächtig ins Zeug.

Da wir von Beginn an vor hatten, Bass und Schlagzeug in einem Take aufzunehmen, war es uns sehr wichtig, richtig gut aufeinander eingespielt zu sein. Zusätzlich wollte ich auch meine Gitarrenpassagen nicht mehrmals überarbeiten, sondern hatte ebenfalls im Sinn, die ersten Aufnahmen zu belassen. Das Ergebnis spricht wohl für sich, denn unser Zusammenspiel ist im Vorfeld wirklich gereift, so dass ein ungemein spontanes, aber dennoch tightes Album das Ergebnis ist.

Da könnt‘ ihr tatsächlich stolz darauf sein und auch euer Label kann sich freuen. Wie kann es denn überhaupt zur Kooperation mit Van Records?

Das war keine allzu große Sache, denn ich habe Sven als netten und umtriebigen Menschen kennengelernt und bin davon beeindruckt, was er für THE DEVIL’S BLOOD zu leisten im Stande gewesen ist. Der Musikindustrie würden mehr Macher von seinem Schlage gut tun, ich denke sogar, dass unser Business dann generell besser laufen würde. Zunächst wagte ich es zwar nicht ihn direkt zu kontaktieren, doch einige Personen aus unserem Umfeld ermutigten mich immer wieder es bei Sven zu versuchen. Als er dann unsere Aufnahmen zu Gehör bekommen hatte, war er sofort begeistert und so kommt es, dass „Vanderbuyst“ über Van Records veröffentlicht wird. Svens Beitrag ist darüber hinaus auch noch insofern beträchtlich, da er uns auch zu unserem Artwork ermutigt hat, das wohl ohne sein Zutun nicht in der aktuellen Form existieren würde.

Gute Wahl übrigens und zudem ein weiterer, eindeutiger Beweis für Inspirationen aus der Vergangenheit. Eure musikalischen Einflüsse sind zwar nicht besonders schwer zu erraten, interessant wäre es jedoch zu erfahren, weshalb ihr gerade „Rock Bottom“ als Coverversion ausgewählt habt.

Ganz einfach, „Rock Bottom“ ist ein Killer-Song und besitzt einfach alles, was ein guter Rock-Song haben muss, also ein Mörder-Riff und Atmosphäre! Abgesehen davon ist Michael Schenker einer der besten Gitarristen überhaupt. Da wir die Nummer schon länger in unserem Live-Programm haben und dabei immerzu überaus positive Resonanzen einfahren konnten, haben wir die Nummer schlussendlich auch auf das Album gepackt. Das Feeling bei „Rock Bottom“ ist ein ganz spezielles, denn man kann auf der Bühne spüren, dass die Zuseher an die alten Tage zurückdenken, als traditioneller Hardrock und Heavy Metal noch mehr bedeutete als jetzt.

Abgesehen davon muss ich auch erwähnen, dass wir alle große UFO-Fans sind und wir die Nummer auch als Tribute an unsere Helden verstanden wissen wollen. Diese Art von Musik darf einfach nicht in Vergessenheit geraten. Da „Rock Bottom“ aber auch jede Menge Platz für Improvisation gewährt, haben wir das Stück live im Studio eingespielt. Dadurch besitzt man als Musiker auch reichlich Freiheiten, wie man die Nummer im Endeffekt darbietet und deshalb ergibt „Rock Bottom“ bei uns des Öfteren unterschiedliche Ergebnisse, ohne jedoch großartige Veränderungen vorzunehmen.

Die auf „Vanderbuyst“ verewigte Version der Nummer stimmt mich als langjährigen UFO-Anhänger jedenfalls sehr zufrieden, denn die Interpretation ist Euch definitiv gelungen und lässt mich nicht mehr los. Mit ein Grund für mich, VANDERBUYST innigst ins Herz geschlossen zu haben.
Doch weiter im Stoff: Was gibt es über die Texte zu berichten?

Zunächst einmal möchte ich festhalten, dass die Inspirationen dafür recht breitgefächert sind. So gibt es beispielsweise „Traci Lords“, eine Nummer über einen Filmstar, den jedoch wohl in erster Linie Männer verehren [lacht]. Aber ich beschäftige mich sehr wohl auch mit anderen Themen wie mit Bürokratie, wovon „From Pillar To Post“ handelt. Allerdings macht es kaum einen Unterschied wovon die Texte handeln, der Zuhörer interpretiert ohnehin immerzu etwas anderes hinein [lacht].
Klar kann man sich auch mit philosophischen Themen beschäftigen, doch ganz ehrlich, ein Hardrock-Liebhaber hat doch bei Konzerten in erster Linie etwas ganz anderes im Sinne als zu philosophieren, nämlich mitgehen und mitfeiern zu können und dafür eignet sich ein einfacher, aber einprägsamer Text doch wesentlich besser.

Jau, sowas kommt bei Gigs immer bestens! Auf Hintergründe für etwaige Inspirationen, wie auf jene zum Song über den „Filmstar“, wollen wir jetzt aber doch nicht näher eingehen…
Lass‘ uns lieber darüber sprechen, wie die Texte in den Songwriting-Prozess eingegliedert werden?

Dafür gibt es keine „Formel“ oder dergleichen. Manchmal hat man eine Melodie im Sinn und muss im Nachhinein die passenden Worte dafür finden, es kann aber auch umgekehrt laufen, so dass ganze Phrasen und Sätzen bereits existieren und die Musik dafür erst geschrieben werden muss.
Es ist mir auch schon passiert, dass ich einen kompletten Song zwar im Kopf hatte, aber nicht im Stande gewesen bin diesen, beginnend beim Riff, auch umzusetzen. Deshalb habe ich die Gitarrenriffs in jenem Fall hinten angestellt, mich über den Basspart und den Gesangsbeitrag hergemacht um schneller zum Ziel zu gelangen. Bei uns ist diesbezüglich alles möglich! Ich habe auch schon Jochem die Steilvorlagen serviert, sprich fertig komponierte Songs vorgesetzt, und er hatte in kurzer Zeit einen Text dafür parat.

Klingt nach perfekter Einheit. Als solche muss man auch auftreten, um auf der Bühne brillieren zu können. Ich selbst hatte bislang leider noch nicht die Ehre mit VANDERBUYST zu rocken, doch man spricht nur in den höchsten Tönen von euren Gigs.

Mir persönlich ist nichts wichtiger als live zu spielen, da man sich dabei richtig gehen lassen kann. Generell bevorzuge ich das Flair von kleinen Clubs, wo nach kurzer Zeit der Schweiß sprichwörtlich von der Decke tropft, denn das ist Rock’n’Roll!

Aber nicht nur ich lebe auf der Bühne richtig auf, Barry und Jochem ergeht es genauso. Scheinbar ist unser Enthusiasmus auf der Bühne ansteckend, denn die Stimmung bei unseren Gigs war bislang immerzu großartig. Besonders hervorheben möchte ich eine Show in Tilburg, bei der neben uns ausschließlich Thrash Metal-Bands aufgeigten, sich die Zuseher aber auch bei uns innerhalb von wenigen Minuten schwer begeistert zeigten. Das zunächst eher skeptische Betrachten eines „Old School Hardrock-Trios“ wich binnen eines halben Songs purer Euphorie! Es war schlichtweg fantastisch! Für mich ganz klar Beweis dafür, dass alle Metaller den Sound der „alten Schule“ lieben, völlig unabhängig von ihrer üblicherweise bevorzugten Hörgewohnheit.

Euphorische Reaktionen in Clubs sind voll und ganz nachvollziehbar, auch wenn ich mir darüber hinaus auch durchaus vorstellen kann, dass auf so manchen Open Air-Gelände bei Tracks wie „Tiger“ oder „Traci Lords“ die Kuh fliegen würde.
Wird es denn die Chance geben „Vanderbuyst“ im Rahmen einer Tournee vorzustellen, damit nicht nur einige wenige Eingeweihte sich über eure Live-Qualitäten unterhalten können?

Eine Tournee wäre natürlich der Wahnsinn schlechthin, aber für etwas wirklich Großes ist es schlichtweg noch zu früh und das nicht nur, weil das Album ja erst auf den Markt kommt. Aber glaube mir, nichts wäre genialer als mit VANDERBUYST auf Tour gehen zu können!

Da es bis dahin wohl doch noch ein wenig dauern wird, bleibt zumindest die Hoffnung, dass VANDERBUYST ihrem Ruf im kleineren Rahmen gerecht werden und einige ausgewählte Clubs in Schutt und Asche legen.
Welche Gigs stehen denn in naher Zukunft an?

Zunächst einmal gibt es am 22. Oktober im „Helvete“ zu Oberhausen unsere Album-Release-Party, bei der neben uns auch noch GRIFTEGARD und BURDEN auftreten werden. Beide Bands sind übrigens ebenso bei Van Records unter Vertrag und das Label kann quasi doppelt feiern, denn auch BURDEN werden dabei ihr aktuelles Album vorstellen. Eine gelungene Party ist da wohl sicher! Angeblich sollen wir auch beim nächsten „Metal Magic Festival“ in Dänemark mit von der Partie sein (ist in der Zwischenzeit bestätigt worden – der Verfasser), was natürlich ein Hammer wäre, doch am allerliebsten würde ich bei den großen deutschen Festival auftreten, denn die sind immer und für jeden Musiker ein Highlight!

Sind sie, sind sie, selbstverständlich auch für jeden Zuschauer.
In welchen Ländern siehst Du denn die besten Chancen für VANDERBUYST, wenn wir über erwartete Verkäufe sprechen?

Auch hier ganz klar: Deutschland ! Bisher haben wir zwar jede Menge Gigs in den Niederlanden absolviert, doch Musik wie unsere muss einfachin Deutschland präsentiert werden, denn dort gibt es schlicht und ergreifend die besten und genialsten Festivals und auch das Publikum geht einfach immer steil. Darüber hinaus wäre es auch ein Traum in Japan auftreten zu können, denn auch der dortige Markt sollte für VANDERBUYST geeignet sein.

Kann ich mir gut vorstellen, auch wenn es für mich bitte zuvor noch ein Abstecher in die Alpenrepublik sein darf…naja, ein Traum eben, aber Träume sind doch dafür da, um gelebt zu werden, stimmt doch, Herr Verbuyst, oder?
Auch wenn es noch ein wenig zu früh ist, um über großartige Zukunftstätigkeiten zu palavern, würde ich doch gerne wissen, was ihr von dieser erwartet und was wir von Euch erwarten dürfen?

Ja, das stimmt [lacht]. Über zukünftige Aktivitäten zu sprechen macht noch nicht wirklich Sinn, denn das Album erscheint ja erst am 15.Oktober offiziell und unsere Release-Party findet die Woche darauf statt, von daher muss man erst ein wenig Geduld aufbringen und abwarten, was sich machen lässt. In den nächsten Monaten hoffe ich, so viele Club-Shows wie nur irgendwie möglich spielen zu können und für den kommenden Sommer träume ich weiterhin von Verpflichtungen für das eine oder andere Festival.

Da ich mittlerweile damit beschäftigt bin neue Songs zu schreiben, darf man wohl schon gegen Ende des nächsten Jahres mit einem neuen VANDERBUYST-Album rechnen. Das erscheint mir ziemlich sicher, auch wenn momentan das nicht wirklich oberste Priorität ist, denn die liegt definitiv auf dem Live-Sektor. Eins nach dem anderen also, und in erster Linie sind wir bemüht unsere Songs auf die Bühne zu bringen, um das Evangelium des „Old School“ Hardrock und Heavy Metal zu verkünden!

Zum Schluss möchte ich mich noch ganz herzlich für das Interview bedanken und hoffe Euch alle bei unseren Konzerten begrüßen zu können um gemeinsam abzufeiern!

Klar doch, Danke ebenso und an mir soll’s nicht liegen!

Galerie mit 4 Bildern: Vanderbuyst - Bang Your Head!!! 2012
13.10.2010

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