Abstract Rapture - Democadencia

Review

Modern Thrash Metal? Ist doch nix anderes als Neo-Thrash-Gedöhns. Von wegen!
ABSTRACT RAPTURE schaffen es in ihrem Stil alle möglichen Richtungen zu vereinen und sie zu einem wirklich genial klingenden Ganzen zusammenzubringen. Die Hauptzutat ist natürlich Thrash Metal, und zwar der allerersten Güte. Mir fallen da für diesen Teil Vergleiche zu EXODUS, KREATOR, ANTHRAX und auch Neo Thrash-Bands wie HATESPHERE und MACHINE HEAD ein. Aber damit hat es sich noch längst nicht.

Einen guten Schuss Schwedentod findet man in ihren Kompositionen auch – und zwar gerade wenn es auf die Refrains zugeht. Manche Sachen erinnern mich an die guten alten IN FLAMES Zeiten von “Clayman“, “Colony“, “Whoracle“ und “The Jester Race“ oder auch an SOILWORK zu Zeiten von “The Chainheart Machine“, “A Predator’s Portrait“ und “Natural Born Chaos“. Für die moderne(re)n Einflüsse lassen sich dann noch Bands wie KILLSWITCH ENGAGE, SEPULTURA, SHADOWS FALL oder MNEMIC (aber ohne Samples und Keys) benennen. Und bei den überall herauskommenden Gitarrensoli muss ich an NEVERMORE oder gar alte METALLICA denken.

Klingt schwer vereinbar? Tja, ist es aber offensichtlich nicht.
Da sieht man mal was die fünf Luxemburger Jungs von ABSTRACT RAPTURE drauf haben. Sie schaffen es nämlich alles zu einer eigenständigen Melange zu verbinden, die auf voller Linie überzeugen kann. Sie strotzt nur so vor unbändiger Energie und klingt zu keiner Zeit wie eine gewollte Mischung, die des Coverns halber zusammengebastelt wurde. Hier passt einfach alles.
Den wirklich eigenen Stempel drückt dem Ganzen dann noch Frontsau Drittt auf, dessen Stimme einen unbeschreiblich eigenen Klang hat, gerade bei den gesungenen Passagen, und die er sehr variabel einzusetzen weiß.

Was sich sonst noch über die ganze Platte verteilt finden lässt, sind sehr genial eingesetzte Effekte, wie beispielsweise am Anfang des Songs “Poisoned Love“. Der Rhythmus ist zuerst nur auf einer Glasflasche zu hören, unterlegt mit einer Gitarre, bis plötzlich das Glas zerbricht und die Band voll loslegt.
Dabei wirkt alles aber keineswegs überladen, wie man vielleicht meinen könnte. Die Songs sind trotz all dem recht eingängig, gleichzeitig aber auch ein wenig vertrackt, und werden bei der positiv zu beziffernden Länge von ca. 55 Minuten kein Fitzelchen langweilig.
Alle Freunde obig genannter Bands können gern mal ein Ohr riskieren, ihr werdet es sicher nicht bereuen. Für mich ist “Democadencia“ definitiv eine der besten Scheiben dieses Jahres!

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21.03.2008

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