Acid Drinkers - Dirty Money, Dirty Tricks (Re-Release)

Review

Die ACID DRINKERS aus Posen/Polen bescheren uns seit Anfang der Neunziger in schöner Regelmäßigkeit Alben mit ihrer Version vom Thrash Metal. Metal Mind hat sich nun des Backkatalogs des Vierers angenommen und legt in einem ersten Schwung die ersten drei Langspieler der Fun-Thrasher neu auf, an die zwischenzeitlich nur noch schwer heranzukommen war.

„Dirty Money, Dirty Tricks“, Album Nummer 2 der ACID DRINKERS, erschien nur knapp ein Jahr nach dem grandiosen Debüt „Are You A Rebel?“, hat aber dennoch mehr als ein Dutzend Songs an Bord und mit drei kurzen Instrumentals „Yahoo“, „Traditional Birthday“ und „Zorba“ eine willkommene Abwechslung zwischen den heftig riffenden Rockern. Allerdings merkt man den Songs insgesamt an, dass der Vierer etwas verkrampft das Unterfangen angegangen ist, ein adäquates zweites Album abzuliefern. Natürlich enthält die Scheibe wieder überzeugende Stücke, wie den Opener „Are You A Rebel?“, den Titeltrack, das mit einem Killerriff beginnende „Street Rockin'“, „Don’t Touch Me“ oder das abschließende, von Akustikgitarren getragene „Flooded With Wine“. Hingegen sind der Band bei einigen der anderen Tracks etwas die Ideen ausgegangen: „Too Many Cops“, „Acid Drinker“ und „Max – He Was Here Again“ sind ordentliche Stücke, mehr allerdings auch nicht. Passend dazu haben die ACIDs diesmal eine echte Coverversion aufgenommen („Smoke On The Water“), die aber trotz der Überführung in den eigenen Stil recht unspektakulär ist. Vergleichsweise unspektakulär sind auch die Texte, die diesmal beliebiger erscheinen als auf dem Debüt, und ja: Einen Warnsticker brauchte es diesmal auch nicht.

Wie die anderen Alben erscheint die Neuauflage von „Dirty Money, Dirty Tricks“ als Digipak mit schmalem Booklet, das zwar alle Texte, aber nur zum Bonustrack Liner-Notes enthält: Dieser Track ist eine Live-Version von „Street Rockin'“ aus dem Jahr 1996, bei der man sich aber fragt, ob dort nicht die Geschwindigkeit massiv runtergeregelt wurde, derart tief erscheint die Stimme von Frontmann Titus und derart langsam ist das Stück insgesamt. Deswegen braucht sich also niemand das Album zuzulegen, wenn er es eh schon im Plattenschrank stehen hat. Lobenswert ist allerdings das Remastering, das den Stücken insgesamt mehr Präsenz in den tiefen Bereichen und klarere Höhen verleiht. Und das lustige Cover, bei dem auch Metal-Mind-Boss Tomasz Dziubinski verewigt wurde, ist ohnehin Weltklasse.

16.04.2009

- Dreaming in Red -

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