Annihilationmancer - The Involution Philosophy

Review

Rückblende, 1988: MEGADETH veröffentlichen ihr drittes Album „So Far, So Good…So What“, auf dem sie ihren Thrash weiter verfeinern und eine noch düstere Stimmung erzeugen als auf ihren ersten beiden Alben.

Rückblende, 1990: ANNIHILATOR veröffentlichen ihr zweites Album „Never, Neverland“, die logische Fortsetzung des fulminanten Debüts „Alice In Hell“ und durch die straighte Gitarrenarbeit weiterhin stilprägend.

Rückblende, 1993: DEATH veröffentlichen ihr Album „Individual Thought Patterns“, auf dem ein gewisser Steve DiGiorgio mit seinem bundlosen Bass zum von der Band zelebrierten technischen Death Metal weitere Klangfarben addiert.

Gegenwart, 2010: ANNIHILATIONMANCER (der Name ist natürlich kein Zufall) veröffentlichen ihr Album „The Involution Philosophy“. Der Eindruck der Songs: Thrash-Metal, Mid-School, charmant. Der Dreier aus Neapel schafft es, aus den obengenannten Zutaten sein eigenes Süppchen zu kochen, ohne allerdings songtechnisch weiter aufzufallen. Natürlich verstehen die Jungs ihr Handwerk, haben ihre Instrumente im Griff und können ab und zu glänzen – da setzt der Bassist Kontrapunkte, und der Schlagzeuger betont effektiv einzelne Schläge. Und natürlich drischt Bandleader Bruno Masulli ordentlich auf seine Saiten ein, schließlich sind ANNIHILATIONMANCER eine Thrash-Metal-Band. Und Masulli hat eine Stimme, die ähnlich der von Dave Mustaine in kein anderes Genre passen würde.

Was bei „The Involution Philosophy“ allerdings fehlt, sind die ganz großen Songs. Für den Opener „Etereo“ gibt es immerhin einen Bonuspunkt, denn dort funktioniert das Zusammenspiel der einzelnen Elemente so gut, dass der Song so schnell nicht wieder aus dem Gedächtnis weicht. Die übrigen Stücke allerdings wollen nicht recht überzeugen und wirken stellenweise ziellos improvisiert. Und warum „The Involution Philosophy“ mit „Impoverishment God Existence“ einen aufgewärmten Uralttrack enthält, erschließt sich mir gar nicht. Daher bleibt die Hoffnung, dass ANNIHILATIONMANCER sich für ihr nächstes Album noch einiges aufgespart haben: „The Involution Philosophy“ ist zwar ordentlich, auf einer Stufe mit den vorher genannten Helden stehen sie aber noch lange nicht.

Nachdem die Band „The Involution Philosophy“ letzten Mai in Eigenregie veröffentlichte, erscheint das Scheibchen nun in Europa, Israel, Japan und den USA via Pure Underground Records.

25.04.2011

- Dreaming in Red -

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