Black Sunrise - A Perfect Sun May Never Set

Review

Die deutschen Thrasher BLACK SUNRISE sind bereits seit 2001 in der Szene aktiv. Wie bei den meisten anderen Bands auch, dauerte der Reifeprozess der Band bedingt durch verschiedene Wechsel im Line-Up ziemlich lange, so dass erst im Jahr 2007 das Debütalbum „Dystopia“ veröffentlicht werden konnte. Mit „A Perfect Sun May Never Set“ steht nun der neue Longplayer an. Zu hören gibt es auf der aktuellen Scheibe Thrash Metal, der durch zeitweise progressive Einsprengsel und einige punkige Nuancen aufgelockert wird.

Bereits mit dem Opener “A Perfect Day“ werfen BLACK SUNRISE alle ihre Stärken in die Waagschale. Die Riffs kommen knackig aus den Boxen und sind auf den Punkt gespielt. Gleiches gilt für die zahlreichen Breaks. Man hört, dass sich die Jungs mit ihrer Musik auseinander gesetzt haben und nicht auf 08/15-Thrash Metal zurück greifen. So steht den Nummern auch das progressive Element gut zu Gesicht, welches hier und da immer mal wieder durchschimmert. Generell sind die zehn Stücke sehr abwechslungsreich gehalten, was sich auch dadurch erklärt, dass man quasi ständig das Gefühl hat, die im Schnitt vier Minuten langen Nummern würden erheblich länger dauern. Das spricht für die musikalische Vielfalt innerhalb der Songs. Aber auch dafür, dass BLACK SUNRISE immer den Song im Blick haben und niemals den roten Faden verlieren. Hinzu kommt ein gutes Händchen für Melodien und melodische Soli, die BLACK SUNRISE noch ein Stück weit nachhaltiger wirken lassen.

So gut die Tracks auch arrangiert sind und sie durch die vielen Melodien im Ohr bleiben, gibt es dennoch einen Kritikpunkt. Da gerade die Refrains ein Trademark der Band sind, passt der punkige Gesang von Frontmann Benjamin Beier hier nicht so wirklich ins Bild, zumal er leider auch einige Töne nicht trifft. Da ist definitiv noch Luft nach oben, denn mit klarem (passendem) Gesang würden wir hier von einer “Tipps der Redaktion“-Platte sprechen. So gibt es leider Punktabzug.

Vornehmlich in schnellem Tempo vorgetragen, versucht das Kleeblatt also seiner Musik ein eigenes Gesicht zu verleihen. Das gelingt, auch wenn man durchaus Parallelen zu Bands wie PARADOX oder SECRECY erkennen kann, recht gut und so bekommt der Hörer ein Produkt geboten, dass sich hervorragend dazu einigt immer wieder im Player zu rotieren. Denn unter dem Strich bleibt eine gute Platte einer talentierten Band, die sicherlich noch wachsen kann und wird.

08.04.2010

Der metal.de Serviervorschlag

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