Break Down A Venue - Break Down A Venue

Review

Sechs adrette Jungspunde aus dem Schwabenland machen sich auf, die Clubs der Republik abzureißen. Ob BREAK DOWN A VENUE tatsächlich schon einmal eine Location in Schutt und Asche gelegt haben, ist nicht überliefert. Wohl aber ihre selbstbetitelte EP, welche die Stuttgarter nun ihrem 2013er Debüt „Colouring Our Past“ nachschieben.

Die Scheibe bietet drei Songs, die zweifelsfrei im modernen Core-Segment zu verorten sind, wobei BREAK DOWN A VENUE den Fokus jedoch überwiegend auf die melodische Komponente legen – und glücklicherweise nicht auf stumpfes Gekloppe. Das spielt vor allem Fronterin Nyves in die Karten, die insbesondere den Refrains mit ihrer kräftigen, klaren Stimme Eingängigkeit verleiht. Flankiert wird die Sängerin dabei in bester DEADLOCK-Manier von einem Shouter: Robin, der Mann fürs Grobe, verkörpert den brüllenden, wütenden Gegenpart zur Frontelfe und legt ebenfalls eine ordentliche Leistung an den Tag – wenngleich er sich dabei nicht wirklich vom Genre-Durchschnitt abhebt.

Eine grundsolide, knackige Gitarrenarbeit und wuchtig-präzises Drumming runden das Instrumentarium ab, welches von Markus Gumball (u.a. GUANO APES) zeitgemäß und druckvoll aufs Band gebracht wurde. Stärkster Song der Scheibe ist zweifelsohne das energetische „No Roses For A Life Lost“, welches lebendig aus den Boxen kracht und durchaus Hitpotenzial offenbart. Folgerichtig produzierte die Band zum griffigen und vergleichsweise abwechslungsreichen Schlusstrack auch ein ansprechendes Video (siehe unten).

Das übrige Material ist ebenfalls gefällig: Das insgesamt etwas geradlinigere „Nights Like These“ lässt mit fettem Breakdown aufhorchen, während Fronterin Nyves im Opener „Broken Glass“ ihre Qualitäten als Rockröhre unter Beweis stellt. Letztgenannter Song ist dennoch das wohl unspektakulärste Stück der Scheibe, wenngleich BREAK DOWN A VENUE sich gegen Ende in einem melancholisch gefärbten Zwischenpart von ihrer einfühlsamen Seite zeigen.

Am Ende liefern BREAK DOWN A VENUE auf ihrem neuen Werk eine insgesamt gute Leistung, die zwar nicht mit nennenswerter Innovation, dafür aber mit Leidenschaft und Frische punktet. Es wird sich zeigen, ob die Stuttgarter den vielversprechenden Eindruck auch im Full-Length-Format bestätigen können. Allerdings sollten Core-Freunde die Schwaben für die Zukunft auf dem Zettel haben. Die Platte kann via „Name Your Price“ auf der Bandcamp-Seite der Truppe bezogen werden.

15.07.2015

"Am Ende isses immer Arbeit."

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