Cataract - Cataract

Review

Nichts Neues aus dem Hause CATARACT – oder doch? Zu ihrem zehnjährigen Bestehen fahren die Schweizer einen weiteren eigenwilligen Wutbatzen auf, der sich ähnlich wie der Vorgänger „Kingdom“ irgendwo zwischen Thrash Metal und ein wenig Hardcore einordnet.

Ein selbstbetiteltes Album suggeriert bei mir eine Art Quintessenz des bisherigen Schaffens, die sich bestenfalls auf einem absoluten Höhepunkt in Form eines Meisterwerks vereint. So stelle ich mir jedenfalls die Theorie vor – praktisch haben sich CATARACT dagegen weiterhin in gewohnt kleinen, aber kontinuierlichen Schritten weiterentwickelt. Keine Frage, auch das fünfte Alben braucht sich in Sachen Brutalität und Wucht keineswegs zu verstecken – ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, dieses Werk ist das bisher intensivste der Band.

Im Kern ist sich die Truppe natürlich treu geblieben. So dominiert noch immer das nackenbrecherische Wechselspiel zwischen aggressiven, sägenden Thrash-Riffs und beinahe kriegerische Ausmaße annehmenden Moshparts – zumindest Live habe ich das Bild eines zerbombten Schlachtfeldes vor der Bühne bereits vor Augen. Allerdings sollte man nicht der Annahme verfallen, CATARACT versohlten dem Hörer ausschließlich den Hintern, denn angesichts der gezielt eingesetzten melodischen Linien, darf man zwischen den jeweiligen Fegefeuern auch ein wenig durchschnaufen.

Einziges kleines Manko bleibt meines Erachtens nach wie vor der Gesang. Dieser passt zwar im Grunde zur Musik wie Topf und Deckel, gestaltet sich auf Dauer jedoch recht eindimensional, was sich im Gegensatz zur manchmal ebenso etwas eintönigen Instrumentierung jedoch immens bemerkbar macht. Gleichermaßen lässt sich aber auch nicht abstreiten, dass die Band stetig um Abwechslung bemüht ist – das zeigt sich unter anderem bei dem schleppenden Stück „In Ashes“ oder bei „Breeze Of The Kings“, das mit herrlich thrashigem Solo überrascht.

Für Fans ist das neue Album der Jungs sicherlich das Beste der potenziellen Ergebnisse – CATARACT haben sich noch eine Stufe weiterentwickelt, verlieren aber trotzdem nicht im Geringsten ihre Identität und treten immer noch offen und ehrlich Ärsche wie kaum eine andere Band dieses Sektors derweil.

28.03.2008

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