Extrema - Set The World On Fire

Review

„Set The World On Fire“? Haben EXTREMA aus Italien etwa ANNIHILATORs Kracher aus dem Jahre 1993 komplett nachgespielt? Würde einen nicht wundern, da Bands vom Stiefel ja ganz gerne mal klauen. Aber ganz so dreist ist dieses Quartett dann doch nicht, da auf dieser Scheibe nur eine einzige Coverversion, ein relativ nah am Original gehaltenes „Ace Of Spades“, zu finden ist. Die restlichen 13 Titel plus Hidden Track und Videotrack sind Eigenkompositionen.

Das Komische dabei: EXTREMA existieren bereits seit 1986, haben schon Gigs im Vorprogramm von METALLICA, KORN und SLAYER gespielt und trotzdem begegnet mir dieser Name heuer zum ersten Mal. Anyway, die vier Mannen aus Südeuropa haben sich einer modernen Variante des Thrash verschrieben, die gerne auch mal über den Tellerrand hinein zum Metalcore oder zum Neo-Thrash/Nu Metal lunst. Somit besteht das Grundgerüst der Tracks meist aus kraftvollem, groovigem Riffing, angepissten Vocals und einer soliden Rhythmusfraktion. Der Großteil von „Set The World On Fire“ ballert somit ganz ordentlich, lässt jedoch jeglichen Wiedererkennungswert vermissen.

Interessanter wird es dann schon, wenn sich die Jungs etwas weiter aus dem Experimentfenster lehnen. So z.B. bei der stimmungsvollen Akustikballade „Free Again“, die mit herrlichen Slide-Guitar-Parts aufwartet und fast schon ein wenig Southern-Rock-Flair versprüht, während der Titeltrack eher rockig anmutet und mit einem waschechten Dimebag-Solo punkten kann und sich gegen Ende der Platte ein fast schon grungiges Feeling breit macht, in dem endlich die im Beipackzettel beschriebene, stimmliche Nähe von G.L. Perotti zu SOUNDGARDENs Chris Cornell zum Tragen kommt. Highlight der Platte ist jedoch das unglaublich packende „Don’t Leave Me Alone“, das mit seiner treibenden Gitarrenpower auch einer Band wie HELLFUELED gut zu Gesicht gestanden hätte. Killer! Beim nächsten Mal bitte mehr davon.

Bleibt unterm Strich eine solide, moderne Thrash-Scheibe ohne Scheuklappen, die – man muss fast sagen leider – ihre Stärken durch die genrefremden Zutaten erhält und somit nicht über die gesamte Spielzeit mitreißen kann.

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14.11.2006

Der metal.de Serviervorschlag

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