Hellish - The Dance of the Four Elemental Serpents

Review

Ach du dicke Schlange, HELLISH fackeln mit „The Dance of the Four Elemental Serpents“ ihr drittes Black-Thrash-Feuerwerk ab und haben sich im Vergleich zum Vorgänger in fast allen Belangen gesteigert. Zwar setzen die Chilenen immer noch überwiegend auf Vollgas und haben sich ihre dem Genre angemessene Räudigkeit bewahrt, aber alles klingt eben ein wenig tighter und besser aufeinander abgestimmt.

HELLISH befriedigen niedere Instinkte

Dass unbarmherziges Gekloppe bei HELLISH nach wie vor die Waffe der Wahl ist, täuscht nicht darüber hinweg, dass die Jungs ihr Handwerk verstehen. Von primitivem Urzeitgerumpel ist man nämlich meilenweit entfernt und gleich im Opener „The Ancient Entity of the Darkest Light“ gibt es neben sich sofort in die Hirnrinde fräsenden Leads und dem obligatorischen aber durchaus gelungenen Solo auch nahezu progressiv anmutende Bassläufe. Nur kurz zwar, aber dafür umso prägnanter.

Im Hasenfick-Tempo geht es dann auch gleich weiter, bevor HELLISH mit „Violent, Bloody & Cold“ den Beweis erbringen, dass ihr Höllenschlitten auch eine Bremse hat. Melodisch und im erhabenen Marschtempo zollt der Vierer schwedischen Finstermännern wie DISSECTION und UNANIMATED Tribut. Danach ist allerdings wieder Bleifuß angesagt. „Goddess Death“ kommt mit mächtigen SLAYER-Vibes daher und „Secrets of the Sands“ kanalisiert den jugendlichen Leichtsinn früher METALLICA zu „Kill ‚Em All“-Zeiten. Auch beim abschließenden Titeltrack nehmen HELLISH zwar nicht unbedingt den Fuß vom Gas, das rein instrumentale Stück geht aber locker als die melodischste Nummer des Albums durch.

Mit Vollgas ins Höllenfeuer

In der Summe bietet „The Dance of the Four Elemental Serpents“ also kurzweiliges Gebretter auf den Spuren von Lärmbrüdern im Geiste wie NIFELHEIM, DEATHHAMMER und INCULTER, wobei HELLISH sich immer wieder durch melodische Farbtupfer hervortun, die den rasanten Höllenritt ein wenig auflockern. Auch Neuzugang Cristopher Aravena fügt sich mit seinem giftigen Gekreische gut ein, unterscheidet er sich stimmlich doch bestenfalls marginal von seinem Vorgänger Necromancer.

Es gibt allerdings leichte Abzüge in der B-Note. Denn trotz des inzwischen deutlich aufgeräumteren Klangbildes böllert „The Dance of the Four Elemental Serpents“ ein wenig dünn aus den Boxen. Eine Kelle mehr Schmackes auf den Kesseln und etwas mehr Tiefe im Sound hätten jene Nuancen, die HELLISH ein Stück weit von den oben genannten Bolz-Kommandos abheben, noch besser zur Geltung bringen können. Zudem wäre zumindest eine weitere Nummer im etwas gemäßigteren Tempo der allgemeinen Abwechslung zuträglich gewesen. Letztlich reicht es also nicht ganz zum Jahres-Highlight, aber sehr starke Genre-Kost wird hier allemal geboten.

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15.12.2022

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