



KURZ NOTIERT
Die Folk-Formation SKÁLD veröffentlicht ihr viertes Studioalbum „Ørlǫg“ rund drei Jahre nach dem Vorgänger „Huldufólk“. Die Band scheint in Frankreich so etwas wie die heimische Antwort auf HEILUNG und WARDRUNA zu sein, tritt aber bisher nicht aus dem Schatten der genannten Künstler:innen heraus. Ihr Nordic/Neo-Folk funktioniert auf den ersten Blick ähnlich gut, nimmt auf „Ørlǫg“ aber mitunter Züge an, die mehr an Mittelaltermarkt als an Wikingerschiff erinnern. Die insgesamt eher kurz gehaltenen Stücke lassen zudem wenig Zeit für Entwicklung und musikalisches Storytelling. Das fiel schon bei „Vikings Memories“ auf und es ist einer der Hauptaspekte, in denen SKÁLD ihren Genrekolleg:innen noch hinterherhinken. Dafür setzt die Band ein breites Spektrum an typischen Saiten- und Percussion-Instrumenten ein und schafft eine vielschichtige und detailreiche Instrumentierung. Auch das Zusammenspiel von weiblichem und männlichem Gesang überzeugt. Am Ende bleibt jedoch der Gesamteindruck eines ‚Maggi Fix‘ für Nordic Folk. Das gewisse Etwas, das andere Bands mitbringen, fehlt.

Angela





























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