Skinlab - ReVolting Room

Review

Ich kann mich noch recht gut erinnern: 1997 – MACHINE HEAD auf Tour durch Deutschland mit ihrem „The More Things Change“-Album und einem umfangreichen Vorprogramm. Eröffnet wurde der Abend von einer mir bis dahin völlig unbekannten Band namens SKINLAB, welche einen starken Eindruck bei mir hinterlassen hat. Seitdem haben sie mit „Bound, Gaged And Blindfolded“ (1997) und „Disembody: The New Flesh“ (1999) zwei starke Alben abgeliefert. Danach wurde es verdammt still um sie; so still, dass ich die Band für aufgelöst hielt. Doch Fehlanzeige! SKINLAB tauchen anno 2002 aus der Versenkung auf und haben eine neue Scheibe gleich mit im Gepäck. Und was für eine!

Die letzten Jahre sind an ihnen nicht spurlos vorbeigezogen. Sie bauen zwar immer noch auf einem Neo-Thrash-Fundament, aber „reVolting Room“ stellt eine deutliche Weiterentwicklung ihres Stils dar. Man könnte dieses Album als SKINLABs „The Burning Red“ interpretieren: anstatt durchgängig die harte Schiene zu verfolgen, gibt’s jetzt mehr Melodie, mehr Songwriting und mehr Atmosphäre.

Im Gegensatz zu MACHINE HEAD haben sie es aber verstanden die neuen Elemente nahezu verlustfrei in ihren ursprünglichen Sound zu integrieren. Mit Andy Sneap an den Reglern sind sie völlig zu recht ihrem bisherigen Produzenten treu geblieben. Das Teil knallt soundtechnisch besser denn je und birgt in sich noch genug Dynamik für emotionale Hochs & Tiefs.

„reVolting Room“ ist ein Wechselbad der Gefühle geworden. Zunächst beginnt man mit straightem Neo-Thrash-Brett, doch mit jedem Song bekommt das Album eine weitere Facette. Ob nun gradliniger Knüppel („Take As Needed“) oder düstere Spannung („Disturbing The Art Of Expression“), zu jedem Moment klingen SKINLAB souverän und lassen dabei nie die nötige Heaviness missen. Mit „Purify“ ist ihnen sogar ein Ohrwurm gelungen, den ich in der Form nicht erwartet hätte.

Fans der ersten beiden Alben werden möglicherweise 2-3 Durchläufe brauchen, aber nach häufigem Konsum offenbart sich die Klasse von „reVolting Room“ zweifelsohne. Dieses Album ist darüberhinaus all jenen zu empfehlen, die von der schleichenden New-Metal-Anbiederung auf „Supercharger“ vom rappenden Robb Flynn und seinen Mannen enttäuscht wurden.

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13.06.2002

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2 Kommentare zu Skinlab - ReVolting Room

  1. Nessy sagt:

    Iss eigntlich ganz cool !!!

    8/10
  2. alarmist sagt:

    Klar, schlecht ist das Album auf keinem Fall, aber als Hammer würde ich es nicht bezeichnen!

    7/10