Slate Grey - Living In Obscurity

Review

Fünf Musiker aus München, zwischen 23 (der Sänger) und 19 Jahren alt (die beiden Gitarristen), haben sich im letzten Sommer zusammengefunden und musizieren seitdem unter dem Banner SLATE GREY. Erster Erfolg für die Band war im Frühjahr das Erreichen des Finales beim Bandcontest „Münchner Band des Jahres“. Offenbar Ansporn genug, das eigene Songmaterial im Rahmen einer EP zu bündeln und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die EP trägt den Titel „Living In Obscurity“ und enthält fünf Songs, die sich stilistisch weitgehend im Bereich Melodic Thrash Metal bewegen. Allerdings ist dies nur eine erste Annäherung an den Sound der Münchner, grunzt der Shouter doch bisweilen derb bis ins Erdinnere.

Den Anfang macht der Song „Torturers“, der mit einem lupenreinen Thrash-Riff beginnt, dann aber durch den unterschiedlichen Gesang von Sänger Benjamin Hauck verschiedene Stimmungen durchschifft. Und klar, die Saitenfraktion ist jung, und flink ist sie an ihren Arbeitsgeräten auch, weshalb ein cooles Solo nicht fehlen darf. Das folgende „Renegade“ ist etwas melodischer angelegt, hat aber eine rhythmische Bridge mit Fauch- und Grunzgesang. Und im Gitarrensolo wird geflitzt und gesweept, was das Zeug hält. Das anschließende „Art Of Healing“ sticht vor allem durch einen recht melodischen Zwischenpart hervor, wobei allerdings der Sänger an seine Grenzen stößt. „Darkest Hour“ ist wohl am ehesten das, was die Band als Melodic Thrash Metal definiert: Wechsel zwischen melodischen und rhythmischen Parts, und wie immer der Wechsel zwischen den einzelnen Gesangsstilen. Das abschließende „Encounters“ wiederum ist eine erstaunlich luftige Thrash-Nummer, die nicht zuletzt durch den Gesang an diverse Funk-Thrasher Anfang der Neunziger erinnert.

Auch wenn die Musik insgesamt nicht revolutionär ist, die Band noch tighter zusammenspielen könnte und mir der Gesang gerade im Grunzsektor wenig zusagt – er passt einfach nicht zum Rest der Musik – ist SLATE GREY mit „Living In Obscurity“ doch ein ordentlicher Einstand gelungen. Die Band hat in relativ kurzer Zeit etwas Brauchbares auf die Beine gestellt. Insofern darf man durchaus gespannt sein auf das erste Album, welches SLATE GREY für 2009 angekündigt haben.

12.11.2008

- Dreaming in Red -

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