
Soundcheck Februar 2026# 15
Galerie mit 14 Bildern: Sylosis - UK and European Tour 2026 in Karlsruhe


Drei Jahre nach „A Sign Of Things To Come“ legen SYLOSIS mit „The New Flesh“ ihr neues Album vor. Es ist die siebte Platte der Band um Josh Middleton, der als einziges Gründungsmitglied verblieben ist und Gitarre sowie Mikrofon fest in der Hand hält. Stilistisch lassen sich die Briten als Antwort auf TRIVIUM beschreiben, auch wenn sich beide Bands unterscheiden. Hören wir ins neue Werk rein.
SYLOSIS – neues Futter für Modern-Metaller
Mit „Beneath The Surface“ spendieren die Engländer ihrem Album einen starken Opener mit harten, eingängigen Riffs und treibenden Schlagzeugbeats. Das Stück drückt nach vorne und macht Lust auf mehr. Gut, dass das Tempo auf „Erased“ hoch bleibt. Hier setzt Middleton seine klare Stimme ein und verleiht dem Refrain eine melodische Note.
Auch im weiteren Verlauf bleiben die Songs stark: „All Glory, No Valour“ ist ein weiterer Nackenbrecher, und mit „Lacerations“ nehmen SYLOSIS erstmals zeitweise Tempo heraus, um einen getragenen Chorus zu inszenieren. Ein kurzer Breakdown strapaziert erneut die Genickmuskeln. Insgesamt wirkt die Gesangsleistung auf „The New Flesh“ abwechslungsreicher und differenzierter als auf den Vorgängern.
Das Herzstück sind die kompakten Kompositionen. Jeder Song überzeugt mit starkem Riffing und durchdachten Strukturen. Dabei gehen SYLOSIS etwas aggressiver zu Werke. Wie schon beim Vorgänger hat die Band die Spielzeit im Vergleich zu älteren Werken reduziert und bringt die elf Stücke nach 50 Minuten ins Ziel. Im Vergleich zu manchem Halbstünder, der in diesem Genre erscheint, mag das lang wirken, doch frühere Alben wie „Edge Of The Earth“ forderten mit 70 Minuten deutlich mehr Aufmerksamkeit.
Mit „Everywhere At Once“ wird es gegen Ende emotional: Die Halbballade geht ans Herz und überzeugt mit starkem Gesang. Danach geht es mit „Circle Of Swords“ und „Seeds In The River“ noch einmal zur Sache, sodass „The New Flesh“ wuchtig abschließt.
„The New Flesh“ ist ein starkes Album
Ausfälle sucht man auf „The New Flesh“ vergeblich. Im Gegenteil: Die siebte Studioplatte von SYLOSIS ist eine runde, starke Veröffentlichung, die sich im noch jungen Jahr 2026 nicht verstecken muss. Um auf den eingangs bemühten TRIVIUM-Vergleich zurückzukommen: Eine Tour mit den Modern-Metal-Giganten wäre für die Briten eine passende Option.

Sylosis - The New Flesh
Jannik Kleemann
Sylosis - The New Flesh (Solid Red) [Vinyl LP]































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