Uuhai - Human Herds

Review

Galerie mit 23 Bildern: Uuhai - Hörnerfest 2023

UUHAI – das klingt im ersten Moment wie ein verunglückter Versuch, Uruk-hai zu schreiben. Aber nein, die Band hat mit Tolkien rein gar nichts zu tun, heißt tatsächlich UUHAI und kommt aus der Mongolei. Mit einer Kombination aus traditionell mongolischem Kehlkopfgesang, Pferdekopfgeigen und Hard Rock hat sich das Septett aufgemacht, mit ihrem Debütalbum “Human Herds“ die Botschaft von der Schönheit der Mongolei in die weite Welt hinauszutragen.

“Human Herds“ erzählt Geschichten

Denn die Songs erzählen in weiten Teilen tatsächlich von den Schönheiten und Besonderheiten der mongolischen Heimat. “Human Herds“ befasst sich dem Titel gemäß mit dem Thema Migration damals und heute, während “Uuhai“ vom gleichnamigen Schlachtruf erzählt, der so viel wie „Hurra“ bedeutet und Glück bringen soll. Einzig “Dracula“ tanzt thematisch aus der Reihe, denn darin geht es, wie der Titel schon verrät, um Dracula. Im eher ruhigen Track “Khurai“, der die Liebe der Band zu ihrem Land deutlich spüren und hören lässt, nehmen uns UUHAI in ein mongolisches Ritual mit. Das Album schließt mit dem stimmungsvollen Titel “The Secret History Of The Mongols“. Alle Songs sind dabei in mongolischer Sprache verfasst, auch wenn manche englische Titel tragen.

Musikalisch bewegt sich “Human Herds“ zwischen Folk Rock, Hard Rock und Heavy Metal, gewürzt mit mongolischen Instrumenten und Melodieanklängen. So sind gitarrenlastige, temporeiche Stücke wie “Human Herds“, “Dracula“ oder “Ancient Land“ genauso vertreten, wie stimmungsvolle Hymnen wie das gebetartige “Khurai“ oder das düstere, schwergängige “Uvdis“. Komplett aus der Art schlägt “Paradise“, das von der im Gegensatz zum Rest der Platte betont locker flockigen Stimmung und dem etwas jodeligen Refrain her auch gut in den ZDF-Fernsehgarten passen würde.

UUHAI – neue Botschafter der Mongolei

Wenn es um mongolische Rockbands geht, müssen sich UUHAI natürlich auch an den großen Vertretern des Landes, THE HU, messen lassen. Dem ersten Eindruck nach gelingt ihnen das aber ganz ordentlich. Im direkten Vergleich kommen UUHAI eine Spur eingängiger und massenkompatibler daher als ihre Vorreiter, was ja erst einmal nichts Schlechtes sein muss. UUHAI erfinden dabei sowohl musikalisch als auch thematisch das Rad nicht neu. Dennoch macht “Human Herds“ Spaß und ist kurzweilig zu hören – selbst wenn man die Sprache nicht versteht. Titel wie “Khurai“, oder “Uvdis“ laden zum gedanklich versinken, Songs wie “Ancient Land“ oder “Human Herds“ zum Mitwippen ein. Wenn also das nächste Mal der Schlachtruf “Uuhai“ auf einem Festival erklingt – anschauen! Es könnte sich lohnen!

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10.01.2026

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