Alter Bridge -
Zeit für härtere Töne

Interview

Wenn die Ausnahmemusiker von ALTER BRIDGE nach drei Jahren wieder gemeinsam aktiv werden, ist das Ergebnis eine Platte wie „Walk The Sky“ und die Folge eine Tour durch europäische Hallen, um dieses Werk live zu feiern. Also haben wir kurzerhand die Gelegenheit genutzt und den Gitarristen und Künstler Mark Tremonti in Hamburg zum Gespräch gebeten. Tremonti, welcher sowohl mit seinen eigenen Projekten und zuletzt mit seiner Platte „The Dying Machine“ präsent war, zupft Backstage entspannt an seiner Gitarre, als wir eintreffen. Der Vollblutmusiker wärmt sich gerade etwas auf und wir klären nebenbei mit ihm ein paar Fragen zum neuen Album, warum er gerne Stadion-Rocker ist und dass er nicht rappen kann.

Alter Bridge-Mark Tremonti backstage

Der Mark und seine Gitarre (Mark Tremonti/ Alter Bridge)

Hallo Mark, Danke für deine Zeit. Wie geht’s dir? Wie war dein Tag bisher?

Mir geht’s sehr gut (lächelt). Ich hatte bisher nicht soviel Zeit. Aber hier in der Nähe gibt es einen kleinen Weihnachtsmarkt, da bin ich vorhin etwas herumgelaufen. Ich muss ja anfangen an Weihnachtsgeschenke zu denken (lacht). Unsere Tour geht bis kurz vor Weihnachten und deshalb muss ich irgendwie alle Geschenke von unterwegs besorgen.

Zeit für eine Tasse Glühwein gehabt?

Haha. Ja, hätte ich, aber für die Bühnenperformance ist das nicht wirklich von Vorteil. Ich finde den Weg zur Bühne sonst nicht. Haha. Ich vertrage das nicht so sonderlich gut.

Wie sehen denn bei dir die letzten Minuten aus, bevor du auf die Bühne gehst?

Als ich jünger war, bin ich wie bescheuert aufgekratzt herumgelaufen, bin wie wild herum gesprungen, habe mich aufgewärmt und jetzt ist es eher gechillter. Ich entspanne direkt vorher nochmal etwas, ziehe mich zurück, spiele etwas Gitarre. Ja, ich bin ruhiger geworden (lächelt).

Konzertfotos von Alter Bridge auf der Walk The Sky Tour 2019 in Hamburg

Ich muss dir sagen, dass ich ein absoluter Fan eurer Sachen bin. Eure Musik ist irgendwie für mich immer ständig präsent gewesen und begleitet mich bereits über Jahre. Du hörst so etwas sicher öfter. Wie fühlt es sich als Künstler an so etwas von Fremden gesagt zu bekommen? Nimmst du das noch wirklich wahr?

Oh danke dir. Und ja, das ist natürlich immer ein komisches Gefühl, wenn Fremde dich ansprechen und total hin-und weg von dir sind obwohl sie dich nicht kennen. Aber gleichzeitig ist es genau das, was ich erreichen möchte: Es bringt Menschen zusammen. So wie uns jetzt hier. Es ist immer wieder schön so etwas zu hören. Immer. Also danke (lächelt).

Reden wir mal ein bisschen über eurer neues Album, welches „Walk The Sky“ heißt und mit der Thematik des „Loslassens und Realisieren von Fakten spielt“. Was bedeutet dir diese Platte persönlich?

Ja du hast Recht. „Walk The Sky“ hat dieses Leichte, dieses sich von etwas Freimachende. Und so sehe ich es auch. Da steckt ganz viel von der Message drin, dass man nicht unnötig an Etwas festhalten kann, sondern sich von den Zwängen befreien muss. Sei es jetzt Menschen oder Gedanken, Ängste. So etwas alles. Gleichzeitig ist „Walk The Sky“ eine Fortführung von „AB III“. Das spiegelt sich auch im Sound wieder. Dieses Mal sind wir wieder weitaus lauter und progressiver unterwegs. Es war wieder Zeit die härteren Töne auszupacken (lacht).

Alter Bridge - Coverartwork

Alter Bridge – Coverartwork

Das Songwriting zu „Walk The Sky“ ist etwas.. sagen wir mal….anders verlaufen

Hahaha… ja total. Sehr anders.

Die Songs wurden online hin-und her geschickt, bevor ihr euch zu den Aufnahmen getroffen habt. Hast du jemals in der Zeit eine Datei von Myles geöffnet und gedacht: „Ehm, was zur Hölle schickt er mir da?“

(Lacht) Oh nein, so schlimm war es zum Glück nicht. Myles weiß ja mittlerweile, was mir gefällt. Haha. Nein, um es klarer zu beantworten: Wir kennen uns seit Ewigkeiten und für uns war schon recht schnell klar, in welche Richtung „Walk The Sky“ gehen soll. Das lief dann wirklich sehr homogen und einstimmig ab und klar musste an den einzelnen Songs hier und da noch etwas angepasst werden, aber das waren auch nur Kleinigkeiten. Es ist wirklich von Vorteil, wenn man sich lange kennt. Wenn ich so einen Song von Myles vor mir habe, weiß ich dann schon genau, was er vorhat und er von mir genauso. So lief das Songwriting im Vorfeld besser als gedacht.

Galerie mit 20 Bildern: Alter Bridge - Walk The Sky Tour 2019 in Berlin

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Quelle: Alter Bridge; Mark Tremonti
29.11.2019

It`s all about the he said, she said bullshit.

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