L.S. Dunes
Fünf Freunde sollt ihr sein

Interview

L.S. DUNES mögen den Begriff „Supergroup“ nicht, erfüllen aber alle Kriterien, um als solche zu gelten. Schließlich kommen hier Musiker von MY CHEMICAL ROMANCE, COHEED AND CAMBRIA, CIRCA SURVIVE, THURSDAY und YELLOWCARD zusammen. Für Bassist Tim Payne ist diese Zusammenkunft aber einzig und allein eine Zusammenkunft von fünf Freunden, die sich durch ihre Liebe zur Musik verbunden fühlen. Wie sie ihr Debütalbum „Past Lives“ angingen, verrät Payne im Interview.

Der richtige Sänger

L.S. DUNES können definitiv als Supergroup bezeichnet werden, wenn man sich einmal anschaut, in welchen Bands die Mitglieder aktiv sind und waren. Wie habt ihr euch zusammengefunden?

Wir alle kennen uns schon ewig. Ich könnte niemals alle Shows aufzählen, bei denen unseren anderen Bands zusammengespielt haben und es herrschte immer ein großer gegenseitiger Respekt. Als die Corona-Pandemie ihren Höhepunkt hatte, organisierten wir mit THURSDAY einige Streamingevents und wir hatten Glück, dass Frank (Iero, Gitarre – Anm. d. Redaktion) und Travis (Stever, Gitarre – Anm. d. Redaktion) uns aushalfen und die Shows spielten. Danach dachten wir wohl alle, es könne Spaß machen, gemeinsam Musik zu schreiben und dankbarerweise startete einer von uns einen Gruppenchat. Eine Woche später hatten wir schon knapp vier Songs und brauchten einen Sänger, Anthony (Green – Anm. d. Redaktion), den wir ebenfalls schon lange kennen und lieben, war die offensichtliche und einzige Wahl.

Und wie nehmt ihr es wahr, wenn im Zusammenhang mit L.S. DUNES von einer Supergroup gesprochen wird?

Ich bin ehrlich gesagt kein Fan des Begriffs. Ich verstehe, warum er benutzt wird, aber es hat eine Art von aufgeblasener Selbstherrlichkeit. Darum geht es bei dieser Band nicht. Wir wollten einfach Kunst kreieren und einen Weg finden, innerhalb dieser finsteren Zeit nicht durchzudrehen. Es kam alles ganz natürlich und ich finde, der Begriff impliziert etwas Gekünsteltes, was nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein könnte.

„Past Lives“ beschreibt die Veränderungen des Lebens

Waren alle Mitglieder gleichermaßen beim Songwriting involviert oder wie seid ihr an den Schreibprozess herangegangen?

Das Songwriting war ein gemeinsamer Prozess, obwohl wir an verschiedenen Orten gearbeitet haben. Jeder Song kam auf eine andere Art zu Stande, was großartig war. Manchmal fing es mit einem Gitarrenriff an, manchmal mit einem Basslauf oder einem Drumbeat. Wenn jemand eine Idee schickte, sprangen wir direkt drauf an. Zwischen uns allen fehlte es nie an Inspiration und manchmal machte es einfach klick und von der ursprünglichen Idee bis zum fertigen Song dauerte es nur 24 Stunden. Auf der anderen Seite trafen wir sehr bewusst die Entscheidung, nichts zu erzwingen. Wenn sich aus einer Idee nichts entwickelte, dann ließen wir sie liegen und zogen weiter. Keine Egos. Keine verletzten Gefühle. Einfach immer neue Ideen und die bestmögliche gegenseitige Inspiration.

Was genau meint ihr denn mit dem Albumtitel, „Past Lives“?

„Past Lives“ bezieht sich darauf, wie wir fünf zusammengefunden haben. Das soll nicht albern klingen, aber ich hatte und habe immer noch das Gefühl, als hätten wir das schon einmal in einem vorherigen Leben getan. Und für mich persönlich geht es auch darum, wie wir uns im Laufe unserer Leben als Menschen verändern und dass wir bekannte Situationen mit einer vollkommen neuen Perspektive als in der Vergangenheit begegnen können.

L.S. DUNES machen es möglich

Vor der Veröffentlichung von „Past Lives“ habt ihr bereits einige Shows gespielt. Wie war es für euch, auf der Bühne zu stehen, während ihr wusstet, dass niemand die Songs kennt, die ihr spielt?

Es war verdammt nervenauftreibend und absolut fantastisch. Diese Songs waren schon lange Teil unserer Leben und es war großartig, sie endlich den Leuten da draußen zu präsentieren. Die Reaktionen waren überwältigend und wir können es nicht erwarten, dass die Leute den Rest des Albums zu hören bekommen.

Plant ihr, in Zukunft noch mehr mit L.S. DUNES zu machen? Mit euren anderen Bands seid ihr ja schon gut beschäftigt.

Auf jeden Fall! Du hast Recht, wir sind alle sehr beschäftigt, aber Shows zu spielen und Musik zu schreiben ist extrem wichtig für mich. Wir werden einen Weg finden, das möglich zu machen!

Foto: Luke Dickey

09.11.2022

"Irgendeiner wartet immer."

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